Warum in die Ferne schweifen? Gehen Sie bei uns auf Deutschlandreise!

Sonderausstellung 9.11.2011 - 31.01.2012
"Deutschlandreise. Fotografien von Pia Malmus"

Was ist "deutsch"? Dieser schwierigen Frage nähert sich die junge Fotografien Pia Malmus mit ihrer Fotoserie "Deutschlandreise" auf eine ganz frische, manchmal durchaus auch freche Art.

In 57 Aufnahmen setzt sich die junge Fotografin Pia Malmus mit ihrer deutschen Heimat auseinander. Sie lädt den Betrachter ein, ihr auf einer Reise zu folgen, die zugleich – so der ursprüngliche Untertitel der Fotoserie – eine Suche nach deutscher Identität sein soll. Die Frage nach einem nationalen Selbstverständnis lässt einen gedankenschweren, selbstkritischen, vielleicht auch etwas melancholischen Blickwinkel vermuten – ganz so, wie man es eben von einer deutschen Künstlerin erwartet.

Beim Ausstellungsrundgang wird der Besucher allerdings erfreut feststellen, dass sich Pia Malmus’ Fotografien gänzlich unprätentiös, ohne Ehrfurcht und nicht selten mit leiser Ironie ihres schwierigen Themas annehmen.
Für ihren in den Jahren 2002 und 2003 entstandenen Zyklus „Deutschlandreise“ betätigt sich Pia Malmus eigener Auskunft zufolge als Sammlerin. Geleitet wird sie von der Frage, ob es im Zeitalter der Globalisierung überhaupt noch so etwas wie ein nationales, kollektives Gedächtnis und Bewusstsein geben kann und, wenn ja, wo oder worin sich kulturelle Identität manifestiert. Also begibt sich Malmus auf eine Spurensuche, die sie zu berühmten Bauwerken, Denkmälern und an Orte führt, in denen sich Höhepunkte deutscher Kultur und Geschichte spiegeln, die aber auch die Untiefen der nationalen Vergangenheit nicht ausspart.

Auf ihre Deutschlandreise hat sich die junge Fotografin gründlich vorbereitet.
Sie konsultiert einschlägige Literatur wie „Gebrauchsanweisung für Deutschland“ von Maxim Gorski, „Deutschland-Reise“ von Ralph Giordano oder „Die deutschen Ängste – Ein Volk in Moll“ von Erich Wiedemann sowie eine Unmenge an Reiseführern.
Das Resultat ihrer fotografischen Spurensuche ist keine klassische Reisereportage – „Postkartenidylle“ sucht man hier vergebens –, sondern ein eher mosaikartiges Gesamtbild, das keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt: Alltägliches steht neben den erhabenen Zeugnissen einer glanzvollen Vergangenheit, der Blick in eine Schrebergartenidylle neben einer Innenaufnahme der Walhalla, eine Gruppe kostümierter Zwerge auf dem Kölner Rosenmontagszug neben der monumentalen Hamburger Bismarck-Statue.

Machen Sie mit den Fotografien von Pia Malmus Ihre eigene Deutschlandreise - wir sind mit Ihnen gespannt auf Ihre Reise-Erfahrungen!

Eine Ausstellung der Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland in Zusammenarbeit mit dem Theodor Heuss Museum der Stadt Brackenheim
Eintritt frei
Mittwoch & Freitag 10-13 Uhr
Donnerstag, Samstag, Sonntag, 2. Weihnachtstag, Hl.Drei Könige 11-17 Uhr
(23.12 2011-5.1. 2012 geschlossen)

Feiertage und Jahreswechsel

Für Sie und Ihren Festtagsbesuch haben wir am 2. Weihnachtstag, Montag, 26. Dezember und am Dreikönigstag, Freitag, 6. Januar von 11 bis 17 Uhr geöffnet.
Bis einschließlich 5. Januar geht das Museum in die Winterpause.
Wir wünschen Ihnen geruhsame Feiertage und ein friedvolles Jahr 2012

Nachts im Museum

Speziell zum Brackenheimer Adventsmarkt am Freitag, 25. November 2011 hat das Theodor Heuss Museum von 18-21 Uhr bei freiem Eintritt geöffnet.

Um 19 Uhr führt Museumsleiterin Susanne Blach durch die aktuelle Sonderausstellung "Deutschlandreise. Fotografien von Pia Malmus", einer Ausstellung in Zusammenarbeit mit dem Bonner Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland.

Dabei heißt es dann auch "Spot an!". Wir lehren Sie „nachts im Museum“ nicht etwa das gruseln - vielmehr rückt im Focus einer Taschenlampe so manches Bild in ein ganz anderes Licht. (Führung 3.-€ pro Person )

++ UNSER TIPP FÜR SIE ++

!!Bereits 700 BesucherInnen - nur noch bis Sonntag!!
"Die Mauer. Eine Grenze durch Deutschland"
26. Juli - 25. September 2011
eine Plakat-Ausstellung der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur
"Da war mal was?"
Kunst-Geschichts-Installation von SchülerInnen des Zabergäu-Gymnasiums Brackenheim
während der Offnungszeiten und nach Vereinbarung
Der Eintritt zur Plakatausstellung ist frei

"Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten", verkündete Walter Ulbricht noch am 15. Juni 1961 auf einer Pressekonferenz in Berlin (Ost). Nur zwei Monate später wurde der Osten vom Westen Deutschlands abgeriegelt. Am 13. August 2011 jährt sich nun der Bau der Berliner Mauer zum 50. Mal.

Veranstaltung "Vom Recht zur Revolution"
29. September 2011, 19 Uhr
Ein Streitgespräch anlässlich des 200. Geburtstags von Friedrich Hecker
Referenten sind Birgit Bublies-Godau M.A und Dr. Jürgen Frölich
in Kooperation mit der Reinhold-Maier-Stiftung Stuttgart
Eintritt frei, Anmeldung erbeten

Vor 11 Jahren öffnete das Museum seine Türen!

Und was hat unser Theodor Heuss Museum in den letzten elf Jahren nicht alles gesehen - fast 58 000 BesucherInnen, 1060 Gruppenbesuche, 120 Schulklassen, 10 umfangreiche Schulprojekte zur politischen Bildung, 21 Kabinett- und Sonderausstellungen sowie unzählige kleine und große Veranstaltungen im Museum, der Kapelle im Schloss oder im Bürgerzentrum. Allen voran der ehrenvolle Besuch des damaligen Bundespräsidenten Horst Köhler und seiner Frau Eva Luise aus Anlass des 125. Geburtstages von Theodor Heuss. Daran erinnert dem Museum gegenüber auch die bronzene Statue des 1. Bundespräsidenten - einer der beliebtesten Fotopunkte in Brackenheim. Auch für alle Brautpaare, die im Theodor Heuss Museum in die Ehe starten.

Und wie geht es in nächster Zeit weiter? Ab Herbst wird die Zusammenarbeit mit den Grundschulen intensiviert; im November freuen wir uns auf die diesjährige große Sonderausstellung "Deutschlandreise" Und 2012 entsteht ein neuer inhaltlicher Schwerpunkt, der den Literaten Theodor Heuss in den Mittelpunkt stellt.
Seit 5. August 2000 hat sich das Theodor Heuss Museum der Stadt Brackenheim für unsere Stadt und Region zu einer sehr guten Adresse für geschichtliche und politische Bildungsarbeit entwickelt. Daran haben vor allem unsere treuen BesucherInnen Anteil, die das Museum so nachhaltig immer wieder weiter empfehlen! All diesen MultiplikatorInnen ganz ausdrücklich ein herzliches Dankeschön!

++UNSER TIPP FÜR SIE++

"Frauen ändern Zeiten - Zeiten ändern Frauen"
Zum 100. Jahrestag des Internationalen Frauentag - 100 Jahre sind nicht genug!
Impulsvortrag - Seminararbeiten - Podiumsgespräch
Dienstag, 31. Mai 2011, 19:00 Uhr, Seminarraum
Eintritt frei, Anmeldung erbeten
in Kooperation mit dem Referat Frauenpolitik der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg
und dem Zabergäu-Gymnasium Brackenheim

++UNSER TIPP FÜR SIE++

Oldtimer-Parade vor dem Museum am Samstag 21.05. 2011, 16:00 – 16.45 Uhr

Da klopft sicher so manches AutofahrerInnen-Herz höher: der Allgemeine Schnauferlclub (ASC) Württemberg-Hohenzollern kommt bei seiner Frühjahrs-Ausfahrt mit 32 Oldtimern beim Theodor Heuss Museum vorbei.
Darunter sind auch sieben Vorkriegsfahrzeuge- Mercedes 700k, Bentley 3.5Ltr, Lagonda, Bugatti - vielleicht hat Theodor Heuss diese auf den Berliner Straßen der "goldenen" 1920iger Jahre fahren sehen?

++UNSER TIPP FÜR SIE++

"Die Elsbeere - Baum des Jahres 2011"
Vortrag von Dr. Helmut Netter
Freitag, 6. Mai 2011, 19:30 Uhr, Seminarraum
Eintritt frei
In Kooperation mit dem NABU Brackenheim

Öffnungszeiten an Ostern

Karsamstag, Ostersonntag und Ostermontag haben wir für Sie und Ihren Festtagsbesuch von 11-17 Uhr geöffnet. Karfreitag hat das Museum geschlossen.

++UNSER TIPP FÜR SIE++
10. Brackenheimer Baumpflanzung zum Tag des Baumes, den Theodor Heuss 1952 in der Bundesrepublik eingeführt hat.
Am Baumspazierweg im Wiesental erwartet Sie am 26. April 2011, 11 Uhr ein kleines Begleittprogramm samt Umtrunk.
Das Kinderprogramm mit der Umweltakademie Baden-Württemberg startet ab 10:30 Uhr

4-Stationen-Quiz beim Brackenheimer Ostertreff

Auf gehts zum rätseln, raten, knobeln! Bei Stadtbücherei, Theodor Heuss Museum, Tourist-Information und Volksbank können sich die jungen Ostertreffgäste am Sonntag, 10. April 2011 von 14-18 Uhr eine Teilnahmekarte holen.Dann nur noch Spielaktion mitmachen, Stationen-Stempel abholen. Teilnahmekarte in die Box werfen - und mit etwas Glück winkt dann noch einer der tollen, vom Gewerbeverein gestifteten Preise!

Sekt in the City II – ein Abend von Frauen für Frauen am Samstag, 2. April 2011, 19 Uhr

Putzlappen und Kochlöffel können Frauen an diesem Abend wieder getrost zu Hause lassen. Prickelndes Vergnügen und spannende Unterhaltung erwartet die Teilnehmerinnen im ganzen Theodor Heuss Museum. Auch in diesem Jahr haben wir wieder interessante Frauen zu Gast, die uns über ihre Fachgebiete erzählen werden.
Natürlich ist auch für das leibliche Wohl gesorgt. Im Preis von 24,50 Euro sind Getränke wie Sekt und Wasser ebenso inbegriffen, wie ein reichhaltiges Buffet.
Die Veranstalterinnen ZaberGuides und Theodor Heuss Museum freuen sich wieder auf Sie!
Anmeldung beim Neckar-Zaber-Tourismus, FON 07135 933525

Lesung „Wegmarken deutscher Zeitgeschichte“ - Prof.Karl Moersch zu Gast am Dienstag, 1. März 2011, 19 Uhr

Karl Moersch, ehemaliger Außenpolitiker und gelernter Journalist analysiert in seiner jüngsten Publikation „Wegmarken deutscher Zeitgeschichte“ wichtige Stationen der vergangenen Jahrzehnte. Für seine Recherchen hat der Autor zahlreiche Interviews mit Personen geführt, die der deutschen Vereinigung den Weg bereitet haben.

Dadurch ist er auf interessante Fakten gestoßen und hat bislang Unbekanntes ans Tageslicht gebracht. Beispielsweise: warum die Briten bereits im Januar 1944 der Sowjetunion eine zukünftige Teilung Deutschlands durch eine Elbgrenze vorgeschlagen haben. Oder: warum Ludwig Ehrhard einst nicht in Bayern sondern in Württemberg für den Bundestag kandidierte und nie einen CDU-Mitgliedsantrag unterschrieb.

Zu dieser Veranstaltung und dem anschließenden Stehempfang in Kooperation mit der Reinhold-Maier-Stiftung und dem Theodor-Heuss-Freundeskreis in Baden-Württemberg e.V. laden wir Sie herzlich ein.
Die Veranstaltung steht allen Interessierten offen und ist kostenfrei. Da die Platzzahl im Seminarraum begrenzt ist bitten wir um Anmeldung

Sonderausstellung „Damals in der DDR. 20 Geschichten aus 40 Jahren“ noch bis 30. Januar 2011

20 Jahre Deutsche Einheit – eine Entwicklung in wahrhaft rasantem Tempo. Kein Jahr nach dem Mauerfall am 9. November 1989 trat die DDR dem Geltungsbereich des Grundgesetzes bei. Inzwischen folgen den 40 Jahren Teilung bereits 20 Jahre Wiedervereinigung. „Good bye, Lenin“ und Spreewald-Gurken-Idylle – das Interesse an der DDR ist groß. Das vorhandene Wissen immer noch eher gering.

Die Ausstellung „Damals in der DDR“ präsentiert einen thematisch-chronologischen Gang durch die DDR-Geschichte. Vor dem jeweiligen historischen Hintergrund ist dabei der Fokus auf zwanzig Zeitzeugenberichte und ihre persönlichen Erinnerungen gerichtet. Geschichten, die einzigartig sind und doch exemplarisch das Leben in der DDR vielschichtig widerspiegeln.

Die Sonderausstellung ist im Theodor Heuss Museum von 9. November 2010 bis 30. Januar 2011 zu sehen,Mittwoch, Freitag 9-13 Uhr, Donnerstag, Samstag, Sonntag 11-17 Uhr
Gruppen nach Vereinbarung, Eintritt frei

Sonderausstellung

Ein voller Erfolg ist bereits jetzt die Sonderausstellung „Damals in der DDR. 20 Geschichten aus 40 Jahren“, die über den Winter im Theodor Heuss Museum gezeigt wurde.
Die Ausstellung des Zeitgeschichtlichen Forums Leipzig hat mit ihrem biographischen Ansatz von Geschichte in Geschichten die Besucherinnen und Besucher überzeugt.
Erfreulich war auch die gute Resonanz weit über die Landkreisgrenze hinaus. Besonders die vielen bereichernden Gespräche über die ganz eigenen Erfahrungen zur diesem Kapitel der deutschen Geschichte bleiben sicher nicht nur Museumsleiterin Susanne Blach als Besonderheit dieser Ausstellung in bester Erinnerung.

Zur Finissage am Vortag des 127. Geburtstages von Brackenheims Ehrenbürger und 1. Bundespräsidenten Theodor Heuss laden wir Sie am Sonntag, 30. Januar 2011, von 11-17 Uhr recht herzlich ein.

Programm
13.00 Uhr – 17.00 Uhr Damals in der DDR – Zeitzeugen-Interviews und historische Filmaufnahmen aus vier Jahrzehnten, Seminarraum
15.00 Uhr Öffentliche Führung „Geschichte in Geschichten", Teilnahmebeitrag 3,- €
17.00 Uhr Damals in der BRD – Zeitzeugen-Interviews und historische Filmaufnahmen aus den Gründungsjahren der Bundesrepublik Deutschland und ihres ersten Bundespräsidenten Prof. Dr. Theodor Heuss, Seminarraum
anschließend
„Zum Wohl!“ – am Vorabend des 127. Geburtstages von Theodor Heuss laden wir Sie ein, bei einem Glas Wein mit uns darauf anzustoßen.

„Hebel-Wirkungen“ im Heuss-Museum, Freitag, 29.10.2010, 19 Uhr

Herzliche Einladung zu dieser literarischen Veranstaltung im Hebel-Jahr Der Eintritt ist frei.

„Wie lässt sich Hebel weitererzählen, wo können wir besondere Hebel-Wirkungen beobachten?“ Mit dieser Frage kommen am 29. Oktober drei Gäste aus Karlsruhe, dem einstigen Lebensmittelpunkt von Hebel, ins Theodor Heuss Museum

Manfred Bögle hat sich das 11. Gebot der Geschichtenerzähler zur Aufgabe erwählt: „Du sollst aus schlechten Geschichten gute Geschichten machen“. Wie das mit einfachsten Mitteln erreicht werden kann, davon gibt der Geschichtenerzähler an diesem Abend einige Kostproben. So viel sei jetzt schon verraten: Nur die Liebe kann es richten!

Welche „Hebel-Wirkung“ finden wir im Leben von Theodor Heuss? Die „lesende Autorin“ Rita Fromm entdeckt sie in seinem künstlerischen Schaffen und entwickelt im Rahmen eines literarischen Kaleidoskops ein Bild des großen Politikers als Poet, Literat und Zeichner.

Thomas Bierling, Pianist und Komponist, greift die von Geschichtenerzähler und „lesender Autorin“ gelieferten Stichworte auf, bringt sie spielerisch zusammen und macht so auch musikalisch aus dem Zusammentreffen „eine gute Geschichte“.

Ein Hebel-Abend ohne Johann Peter Hebel, aber mit viel Hebel-Wirkung.

Eine gemeinsame Veranstaltung von Theodor Heuss Museum und Stadtbücherei der Stadt Brackenheim

10 Jahre Theodor Heuss Museum der Stadt Brackenheim

Rund 70 Besucherinnen und Besucher gaben sich am Nachmittag des 5. August die Klinke in die Hand um bei freiem Eintritt den 10. Museums-Jahrestag zu feiern.Bei einem Glas Lemberger oder Traubensaft warfen sie zusammen mit Museumsleiterin Susanne Blach einen Blick zurück auf die vielfältige Arbeit der vergangenen 10 Jahre. Mit folgenden Fragen kam man kurzweilig gemeinsam ins Gespräch - und: hätten Sie es gewusst?

10 Fragen aus 10 Jahren - das Quiz zum Jahrestag
1. Welche Bundespräsidenten haben das Theodor Heuss Museum besucht?
2 Was machte Bürgermeister Rolf Kieser am 16.6 2001 im Museum?
3. Welcher Artikel des Museumsshops ist für 11.-€ zu haben?
4. Was wird zur Zeit im Seminarraum präsentiert?
5. Wie heißt der historische Stadtrundgang durch Brackenheim?
6.Seit wann steht die Bronzestatue von Theodor Heuss gegenüber dem Museum?
7. Wer sorgte dafür, dass der Amtssitz von Bundespräsident Theodor Heuss nach Brackenheim verlegt wurde?
8. Wie heißt die große Sonderausstellung ab 9. November 2010 im Museum?
9. Zu welchem Geburtstag von Theodor Heuss erschien der Museumskatalog?
10.Zu welcher süddeutschen literarischen Vereinigung zählt das Theodor Heuss Museum (LOGO blaue stilisierte Feder und Fluss)?
Viel Spaß!

Unsere traditionsreiche Gedenkstätte am Geburtsort des ersten Bundespräsidenten wurde bereits 1968 in städtischer Trägerschaft eingerichtet und am 5. August 2000 mit neuer multimedialer Konzeption als Museum neu eröffnet. In den vergangen zehn Jahren besuchten über 52400 Gäste die Ausstellung zu Leben und Werk des ersten deutschen Bundespräsidenten Theodor Heuss, darunter auch die Bundespräsidenten Roman Herzog, Johannes Rau und Horst Köhler.

„My history – Your history“ Projektpräsentation mit Lesung am Mittwoch, 30.06.2010, 19:00 Uhr im Seminarraum des Theodor Heuss Museums

Welche Gedanken und Fragen haben jugendliche deutsche und polnische SchülerInnen zum Thema „Widerstand im nationalsozialistischen Deutschland“?
Die Ergebnisse und Erfahrungen der Geschichtswerkstatt „My history - Your history“ von Jugendlichen aus Brackenheim und Zbroslawice, eine kleine Kabinettausstellung zur Widerstandsgruppe Kreisauer Kreis und die letzten Briefe von Helmuth James Graf von Moltke an Freya von Moltke stellen SchülerInnen des Zabergäu-Gymnasiums am Mittwoch, 30. Juni 2010 um 19:00 Uhr im Seminarraum des Theodor Heuss Museums vor. Dazu laden wir herzlich ein und freuen uns auf einen Generationen übergreifenden Austausch.

Diese Veranstaltung in Kooperation mit dem Zabergäu-Gymnasium Brackenheim ist Teil der Veranstaltungsreihe „10 Jahre Theodor Heuss Museum im neuen Gewand“. Die Kabinettausstellung ist bis zum 1. August 2010 im Seminarraum zu sehen.

Kabinett-Ausstellung von Samstag, 23.4. – Sonntag, 9.5. 2010 „Gräber mahnen zum Frieden“ 90 Jahre Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.

Zahlreiche Fotos und Hintergrundtexte verdeutlichen die historische wie die aktuelle Arbeit.
Die Kabinett-Ausstellung ist im Seminarraum während der Öffnungszeiten (Donnerstag 14-17 Uhr, Samstag, Sonntag, Feiertag 11-17 Uhr) und nach Vereinbarung zu sehen. Der Eintritt ist frei.
Theodor Heuss war nach eigenem Bekunden Gründungsmitglied des Volksbund Deutscher Kriegsgräberfürsorge e.V. und hat im Amt des Bundespräsidenten die Schirmherrschaft übernommen. Ebenso wie seither alle seine Nachfolger im Amt.

Herzliche Einladung zur 9. Baumpflanzung zum Tag des Baumes mit kleinem Programm am Freitag, 23. April 2010, 11:00 Uhr beim Baumspazierweg am Forstbach im Wiesental

Wir freuen uns in diesem Jahr über die Kooperation mit der Akademie für Natur- und Umweltschutz Baden-Württemberg.
Im April 1952 führte der erste deutsche Bundespräsident, Professor Dr. Theodor Heuss, in der Bundesrepublik den Tag des Baumes ein. Der Baum des Jahres 2010, Vogel-Kirsche, wird in Brackenheim gestiftet vom Bund deutscher Baumschulen (BdB) e.V., Landesverband Württemberg, Stuttgart.

Ebenfalls am 23. April 2010 um 19:30 Uhr stellt im Seminarraum des Theodor Heuss Museums stellt Dr. Helmut Netter vom Naturschutzbund - Gruppe Brackenheim in einem Vortrag den „Baum des Jahres 2010 - die Vogelkirsche“ vor; der Eintritt ist frei.

Veranstaltungen im März

Sonntag, 21. März 2010, 14:00 - 17:00 Uhr
4-Stationen-Quiz für Kids im Rahmen des Brackenheimer Ostertreffs

Donnerstag, 25. März 2010, 19:30 Uhr, Seminarraum
Der Mentor von Theodor Heuss – Zum 150. Geburtstag von Friedrich Naumann
Vortrag von Dr. Jürgen Frölich über den liberalen Politiker, Pfarrer und Publizisten Friedrich Naumann, der 1907 für den Wahlkreis Heilbronn in den Reichstag einzog.
In Kooperation mit der Friedrich Naumann Stiftung für die Freiheit, Regionalbüro Stuttgart
Eintritt frei, Anmeldung erbeten.Fon 07136/930294 oder email an info@theodor-heuss-museum.de

Freitag , 26. März 2010, 19:00 Uhr
Sekt in the City … unter Frauen! - Ein stilvolles Vergnügen von Frauen für Frauen mit Anspruch!
Mal keine Kunststoffbehälter oder Putzlappen &Co! Unterhaltung mit Niveau, in einem außergewöhnlichen Ambiente. Unsere Themen sind: *Geschüttelt, nicht gerührt! *Die Geschichte einer ungewöhnlichen Frau *Wein auf dem Teller *Das Geheimnis der Polyphenole *Prickelndes Obst in der Flasche * Musikalische Umrahmung, Sekt, Mineralwasser und ein kleiner Imbiss sind inklusive
Kosten: 19,50 € pro Frau
Weitere Infos und Anmeldung bei den Zaberguides telefonisch 07135/5974, 07135/ 9318781 oder per email info@zaberguides.de

50.000 Besucherin im Theodor Heuss Museum!

„Erinnerungskultur in kommunaler Verantwortung“ – unter diesem Leitmotiv sieht die Stadt Brackenheim die Museums- und Bildungsarbeit im kommunalen Theodor Heuss Museum. Ein Konzept das aufgeht. Mitte Januar nun konnte Bürgermeister Rolf Kieser die Bad Wimpfenerin Helma Göhring als 50.000 Besucherin des Theodor Heuss Museums mit einem leuchtenden Frühlingsstrauß und einem Weinpräsent begrüßen. Die Stadtführerin aus der Stauferstadt besucht über den Winter mit ihren KollegInnen zur eigenen Weiterbildung geschichtlich interessante Orte. Nicht zuletzt der Besuch von Bundespräsident Horst Köhler im vergangenen Jahr machte die Gruppe neugierig auf die Ausstellung im historischen Obertorhaus.

„Deutschlandbilder. Das vereinigte Deutschland in der Karikatur des Auslands.“ Sonderausstellung 09.11.2009 – 31.01.2010

Die aktuelle Sonderausstellung
hatte seit der Eröffnung 932 interessierte und amüsierte Gäste.

Nachmittagsführung: 31.1., 15 Uhr (3.-€)
und nach Vereinbarung

Öffnungzeiten:
Mittwoch, Freitag 9-13 Uhr
Donnerstag, Samstag, Sonntag 11-17 Uhr
und nach Vereinbarung
Der Eintritt ist frei

Karikaturen greifen schärfer und überspitzter als andere Medien Vorurteile, Stereotypen und Feindbilder auf, die oft schon lange bestehen und nun angesichts tagespolitischer Ereignisse in einen neuen Zusammenhang gestellt werden. Karikaturen werden so zu historischen Zeitdokumenten. Die ausgewählten Karikaturen in „Deutschlandbilder” reagieren in vielfältiger Weise auf den Fall der Mauer und auf die deutsche Einheit. Darüber hinaus beleuchten sie den Alltag der Deutschen und vermitteln die Stellung Deutschlands innerhalb und außerhalb Europas. Die Karikaturen kommen aus der ganzen Welt. Auf Wanderschaft gehen 105 Karikaturen, die von Karikaturisten aus 26 verschiedenen Nationen stammen.
Eine Ausstellung in Zusammenarbeit mit der Stiftung Haus der Geschichte der BRD, Bonn

Am 126. Geburtstag von Theodor Heuss - Finissage der Karikaturen-Sonderausstellung

Sonntag, 31. 01.2010,11:00 Uhr
Herzliche Einladung zum Geburtstagsempfang im Semianrraum mit Bürgermeister Rolf Kieser, Museumsmacher Peer Friedel und Museumsleiterin Susanne Blach

Ab 13:00 Uhr gibt es folgendes Programm:
13:00 - 17:00 Uhr „Publikumsliebling“: die BesucherInnen können aus den über 100 Karikaturen ihre Lieblingskarikatur zum Mauerfall 1998 wählen (mit Verlosung)
13:00 - 17:00 Uhr Impressionen vom 125. Geburtstag von Theodor Heuss – Besuch von Bundespräsident Horst Köhler am 31. Januar 2009 in Brackenheim (Fotopräsentation im Seminarraum)
15:00 Uhr „Mit spitzer Feder“ – öffentliche Führung durch die Karikaturenausstellung mit Museumsleiterin Susanne Blach (Beitrag 3.-€ )
17:00 Uhr „Kehraus“ : Prämierung des „Publikumslieblings“ unter den Karikaturen mit Verlosung von Ausstellungskatalogen
Der Eintritt ist frei.
Die Sonderausstellung in Zusammenarbeit mit der Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland, Bonn, ist noch bis 31. Januar 2010 zu folgenden Zeiten geöffnet:
Donnerstag 11-17 Uhr, Freitag 9-13 Uhr, Samstag, Sonntag 11-17 Uhr und nach Vereinbarung. Bisher hatte die Ausstellung nahezu 900 interessierte und amüsierte Gäste.

Lesung Theodor Heuss und Albrecht Goes - eine Freundschaft im Zeichen von Freiheit und Humanität

Mittwoch, 25. November 2009, 19:30 Uhr, Seminarraum Theodor Heuss Museum der Stadt Brackenheim
Der Eintritt ist frei.

Peter Goes, in Heilbronn lebender Neffe von Albrecht Goes, wird an diesem Abend die wechselseitig anregende geistige und zwischenmenschliche Beziehung dieser beiden schwäbischen Humanisten lebendig werden lassen. Der Abend wird musikalisch umrahmt von Agnes Karasek, Flöte.

Plakatausstellung „20 Jahre Friedliche Revolution und Deutsche Einheit“ bis 25. Oktober

2009/2010 jähren sich diese zwei so wichtigen deutschen Jahrestage zum 20. Mal. Zeit, um die Geschichte der Friedlichen Revolution und der Wiedererlangung der Deutschen Einheit nachzuzeichnen. Die Ausstellung der Bundesstiftung Aufarbeitung wirft Schlaglichter auf die damaligen Ereignisse. Sie erinnert an Protest gegen die Fälschung der DDR-Kommunalwahlen, die Fluchtbewegung im Sommer und die Massenproteste im Herbst, die die SED-Diktatur in die Knie zwangen. Sie berichtet von der DDR, der deutsch-deutschen Solidarität und den außenpolitischen Weichenstellungen bis zur Wiedererlangung der Deutschen Einheit.
Lassen Sie sich aufs Neue beeindrucken - während der Museumsöffnungszeiten und nach Vereinbarung, im Seminarraum vom 3.Oktober bis 25. Oktober 2009. Der Eintritt zur Plakatausstellung ist frei.

Prof. Dr. Theodor Heuss - 1. Deutscher Bundespräsident am 12.09.1949
Am 12. September 2009 jährte sich die erste Wahl eines Bundespräsidenten in der damals gerade neu gegründeten Bundesrepublik Deutschland zum 60. Mal. Zur Feier des 60. Jahrestag der Wahl von Prof. Dr. Theodor Heuss zum 1. deutschen Bundespräsident laden wir am Samstag, 12. September 2009 unsere Museumsbesucherinnen und -besucher ein, mit einem Lemberger vom Brackenheimer Zweifelberg auf dieses historische Ereignis anzustoßen. Dem historisches Ereignis der Wahl eines Brackenheimers ins höchste Staatsamt trug der damalige Gemeinderat umgehend Rechnung. So wurde bereits drei Tage nach dieser Wahl, am 15. September 1949, der Beschluss gefasst, Prof. Dr. Theodor Heuss die Ehrenbürgerwürde der Stadt Brackenheim zu verleihen. Die erste Ehrenbürgerwürde für den ersten Bundespräsidenten - übergeben bei seinem Besuch in Brackenheim am 2. Oktober 1949 - noch vor Berlin (31.Oktober 1949), Heilbronn (1953), Stuttgart (1954), die alle drei ja ebenfalls Wohnorte von Theodor Heuss waren.

Zwei Bundespräsidenten unter einem Dach!

Sonderausstellung der von Theodor Heuss mitgegründeten Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit „Walter Scheel – Botschafter für die Freiheit“ vom 9. bis 27. September 2009 im Seminarraum. Aus Anlass seines 90. Geburtstags Walter Scheels Lebensweg vom Kommunalpolitiker, als Minister und Vizekanzler zum Bundespräsidenten.

Per Rad zur Literatur - Literarischer Radweg im Fernsehen

Der erste literarische Radweg, der in Hölderlins Geburtsort Lauffen startet, ins Theodor Heuss Museum nach Brackenheim und über den Michaelsberg zur Gedenkstätte Sophie La Roche in Bönnigheim führt ist am Samstag, dem 1.8.09, Schwerpunkt der "Landesschau Kultour" (SWR-Fernsehen, 19:15-19:45).

SWR Tour de Ländle zu Gast

Am Donnerstag, 6. August 2009 befindet sich die Heuss-Stadt fest in Händen der RadlerInnen - die diesjährige SWR Tour de Ländle ist auf ihrer 7. Etappe zur Mittagsrast in Brackenheim. Dazu bietet das Theodor Heuss Museum Express-Führungen mit Museumsleiterin Susanne Blach. Selbstverständlich, und mit einem Augenzwinkern, passend Thema: Heuss und das Fahrrad!

SWR-Landesschau-Mobil besucht Brackenheim

Das SWR-Landesschau-Mobil mit Thomas Klinghammer und seiner Crew hat in der vergangenen Woche in Brackenheim Station gemacht und interessante Impression unserer Stadt eingefangen. Das Fernseh-Team wandelte unter anderem auf den Spuren des 1. Bundespräsidenten, besichtigte unsere historische Innenstadt und bewunderte die malerischen Weinberge.
Je einer der insgesamt fünf kompakten Beiträge ist von Montag 6. Juli bis Freitag 10. Juli in der Landesschau des SWR-Fernsehens um 19.40 Uhr Uhr zu sehen.

23. Mai 1949 – unser Grundgesetz wird verkündet und tritt in Kraft

In der Woche vom 16. bis 23. Mai 1949 wurde das vom Parlamentarischen Rat am 8. Mai 1949 nach 8-monatigen Beratungen beschlossene Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland von mehr als zwei Dritteln der beteiligten deutschen Länder angenommen.

Sie haben kein Grundgesetz? Am kommenden Samstag, 23. Mai 2009 können Sie sich von 11 bis 17 Uhr Ihr persönliches Geburtstagsexemplar im Theodor Heuss Museum abholen (solange Vorrat reicht).

Die beste Gelegenheit, um sich anschließend gleich im Seminarraum die Ausstellung zum viel gelobten Fotoprojekt „Ich und das Grundgesetz – nehmen Sie Stellung“ anzusehen. Das Kooperationsprojekt von Foto-AG des Zabergäu-Gymnasiums, Theodor Heuss Museum und Stadtjugendpflege ist vom 21. Mai bis 7. Juni 2009 im Seminarraum zu sehen. Der Eintritt dazu ist frei.

Das Grundgesetz wird 60 - feiern Sie mit!

Am 60. Geburtstag des Grundgesetzes freuen wir uns im Brackenheimer Heuss-Jahr 2009 auf

„Die Geschichte der Grundrechte: eine badisch-württembergische Geschichte“
Vortrag mit Staatssekretär a.D. Karl Moersch
Freitag 8. Mai 2009, 19.30 Uhr, Kapelle im Schloss Brackenheim

Am 8. Mai 1949 verabschiedete der Parlamentarische Rat das Grundgesetz und übergab es zur Abstimmung an die deutschen Länder.
61 Männer -darunter Theodor Heuss- und 4 Frauen hatten 8 Monate intensiv über eine neue Verfassung eines zukünftigen westdeutschen Staates beraten. Das Grundgesetz war und ist bis heute das wichtigste Dokument des demokratischen Selbstverständnisses der Deutschen.

Im Anschluss an diese Veranstaltung in Kooperation mit dem Theodor-Heuss-Freundeskreis in Baden-Württemberg e.V. möchten wir gerne mit Ihnen auf 60 Jahre gelungene demokratische Jahre anstoßen.
Wir freuen uns, wenn Sie sich telefonisch 07135/930294 (Theodor Heuss Museum) oder per Email info@theodor-heuss-museum.de anmelden.

Baumpflanzung am Tag des Baumes im Brackenheimer Heuss-Jahr 2009

Zur Baumpflanzung mit kleinem Rahmenprogramm und der 1. Deutschen Baumkönigin
am Samstag, 25. April 2009 um 11.00 Uhr
beim Forstbach im Wiesental Brackenheim
laden wir herzlich ein.

Am Samstag, 25. April 2009, findet bundesweit der Tag des Baumes statt, den Brackenheims großer Sohn und Ehrenbürger Professor Dr. Theodor Heuss 1952 in der Bundesrepublik einführte. Die Stadt Brackenheim pflanzt im achten Jahr regelmäßig den „Baum des Jahres“, der seit 1989 alljährlich ausgerufen wird.
2009 ist der „Baum des Jahres“ der Bergahorn.

Als Symbol der Generationen übergreifenden Nachhaltigkeit von Bäumen werden an der Pflanzung unseres Bergahorns Kinder und SeniorInnen tatkräftig mitpflanzen.

Bereits am 24. April 2009 Veranstaltung mit dem NABU
„Bergahorn - Baum des Jahres 2009“
19.30 Uhr, Vortrag von Dr. Helmut Netter, Seminarraum Theodor Heuss Museum

Bundespräsident Köhler besuchte Brackenheim und das Theodor Heuss Museum

Erinnerung für die Zukunft – Auftrag zu Demokratie als Lebensform

In seiner Geburtsstadt Brackenheim fand am 31. Januar 2009 aus Anlass des 125. Geburtstages des 1. Bundespräsidenten Theodor Heuss ein vielfältiges Festprogramm statt.

Um 10.30 Uhr enthüllten Bundespräsident Horst Köhler und Ministerpräsident Günther Oettinger beim Theodor Heuss Museum die lebensgroße Bronzestatue Theodor Heuss des Löchgauer Künstlers Prof. Karl-Henning Seemann. Im Anschluss statteten die Ehrengäste auch dem Theodor Heuss Museum einen kurzen Besuch ab.

Nach Eintreffen des Herrn Bundespräsidenten und Frau Köhler um 11.15 Uhr begann anschließend die Festveranstaltung im Bürgerzentrum Brackenheim.Nahezu 800 BesucherInnen - darunter Familie Heuss und viele Ehrengäste - waren gekommen, mit einem ansprechenden Festprogramm den 125. Geburtstag von Theodor Heuss zu begehen.

Bundespräsident Horst Köhler besucht Brackenheim

Festprogramm aus Anlass des 125. Geburtstags
des 1. Bundespräsidenten Theodor Heuss am 31. Januar 2009 in Brackenheim

Erinnerung für die Zukunft – Auftrag zu Demokratie als Lebensform

In seiner Geburtsstadt Brackenheim findet am Samstag, 31. Januar 2009 aus Anlass des 125. Geburtstages des 1. Bundespräsidenten Theodor Heuss ein vielfältiges Festprogramm statt.

Um 10.30 Uhr werden Bundespräsident Horst Köhler und Ministerpräsident Günther Oettinger beim Theodor Heuss Museum die lebensgroße Bronzestatue Theodor Heuss des Löchgauer Künstlers Prof. Karl-Henning Seemann der Öffentlichkeit übergeben. Im Anschluss werden die Ehrengäste auch dem Theodor Heuss Museum einen kurzen Besuch abstatten.

Nach Eintreffen des Herrn Bundespräsidenten um 11.15 Uhr beginnt anschließend die Festveranstaltung im Bürgerzentrum Brackenheim. Einlass ist nur mit einer aktuellen Einlasskarte und erfolgter Anmeldung möglich.Die Die Karten sind leider restlos ausgegeben. Einlass ist ab 10:00 Uhr.

12.00 - 17.00 Uhr Tag der offenen Tür im Theodor Heuss Museum mit Sonderpostamt

Sonderausstellung „Unverschämtes Glück. Deutschlandbilder von Robert Lebeck.“ 31.01-30.03.2008

Öffnungszeiten : Sonntag 11-17 Uhr, Dienstag, Mittwoch, Donnerstag 14-17 Uhr, Freitag (außer Karfreitag) 10-14 Uhr. In Kooperation mit der Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland, Bonn.Der Eintritt ist frei

Nachmittagsführung durch die Sonderausstellung am 3. Februar, 2. März, 9. März und 16. März um 15 Uhr; Teilnahmebeitrag 3.-€
Spot-Führung am 10., 21. und 28. Februar um 17 Uhr; Teilnahmebeitrag 3.-€
Weitere Führungen für Gruppen nach Vereinbarung im Theodor Heuss Museum (Fon 07135/93 02 94 oder Email info@theodor-heuss-museum.de)

Robert Lebeck ist einer der herausragenden deutschen Fotoreporter, Porträtist berühmter Zeitgenossen und Chronist des Alltagslebens seit den fünfziger Jahren. Viele seiner Motive werden zu „Ikonen“ und prägen das Bild der Zeitgeschichte: Deutschland zwischen Wiederaufbau und Wirtschaftswunder, zwischen Ost und West, zwischen Großstadt und Provinz. 1991 erhält Robert Lebeck den Dr.-Erich-Salomon-Preis der Deutschen Gesellschaft für Photographie, im Mai 2007 wird er für sein fotografisches Lebenswerk mit dem Henri Nannen Preis ausgezeichnet.

Endspurt in der Lebeck-Sonderausstellung - \\

Noch bis zum kommenden Sonntag, 30. März 2008 sind im Theodor Heuss Museum die Fotografien aus Deutschland von Robert Lebeck zu sehen. Die Wanderausstellung der Bonner Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland mit Bildern des meisterhaften Bildjournalisten hat in den vergangenen Wochen schon mehr als 1.000 BesucherInnen beeindruckt. Glück hatte auch Liesl Weik aus Reutlingen auf der Schwäbischen Alb. Einen Tag nach ihrem Geburtstag war sie die 1.000. Besucherin der Ausstellung und freute sich über einen bunten Frühlingsstrauß.



\"Theodor Heuss: Erzieher zur Demokratie. Briefe 1945-1949\" Buchvorstellung mit Lesung


Zum Buch

Eine historische und literarische Rarität: Unter dem Titel „Theodor Heuss. Stuttgarter Ausgabe“ legt die Stiftung Bundespräsident-Theodor-Heuss-Haus eine Edition der Briefe, Reden, Schriften und Gespräche von Theodor Heuss vor.
Als Auftakt werden unter dem Titel „Erzieher zur Demokratie“ seine Briefe aus den Jahren 1945 bis 1949 veröffentlicht.

In den von Dr. Ernst Wolfgang Becker herausgegebenen und bearbeiteten Briefen von Theodor Heuss spiegeln sich dessen aufregende Biographie die dramatischen Zeitläufe bis zu seiner Wahl zum Bundespräsidenten im September 1949 wechselseitig.
Sie sind das außergewöhnliche Zeugnis eines virtuosen Briefschreibers, der mit zahlreichen Zeitgenossen korrespondierte: mit Politikern, Publizisten, Schriftstellern, Künstlern und anderen Mitbürgern.
Und schließlich ermöglichen die privaten Briefe an Familie und Freunde in einzigartiger Weise eine Annäherung an den Menschen Theodor Heuss.
Theodor-Heuss-Freundeskreis in B-W e.V., Stiftung Bundespräsident-Theodor-Heuss-Haus, Stuttgart und Theodor Heuss Museum der Stadt Brackenheim laden Sie herzlich ein

„Unverschämtes Glück“ - mit Hochdruck zur Sonderausstellung

Nachdem im vergangenen Jahr die Voraussetzungen für große Sonderausstellungen in den Räumlichkeiten des Museums geschaffen wurden, kann sie nun kommen: „Unverschämtes Glück. Deutschlandbilder von Robert Lebeck“ wird als erste Sonderausstellung diesen neuen Aufgabenbereich des Theodor Heuss Museums einläuten. Unter Hochdruck laufen derzeit die Vorbereitungen für die Wanderausstellung aus dem Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland, Bonn, die mit den Fotografien Robert Lebecks Zeitgeschichte vermittelt: Deutschland zwischen Wiederaufbau und Wirtschaftswunder, zwischen Ost und West, zwischen Großstadt und Provinz. Eröffnet wird die Sonderausstellung am 31. Januar 2008, passend zum 124. Geburtstag von Theodor Heuss. Bis um 30. März 2008 wird ein umfangreiches Begleitprogramm den BesucherInnen mit Führungen und Schulprojekten Lebecks Deutschlandbilder bis 1989 näher bringen.

\\Helene in Szene\\

Freitag, 19.10. 2007, 20 Uhr Kapelle im Schloss Brackenheim
Seine erste, in Naumanns "Die Hilfe" veröffentlichte literarische Arbeit schrieb der gerade mal 18jährige Theodor Heuss über Wilhelm Busch. Im 175. Geburtsjahr des satirischen, kritischen Menschenkenners Wilhelm Busch präsentiert Theatermacher und Schauspieler Bernd Surhold dessen menschlich-allzumenschlichen Geschichten in Buschs so typischer, einfallsreicher Verskunst. Ob Heiliger Antonius, Fromme Helene, verhinderter Dichter Balduin Bählamm – diese und andere mehr kommen bei der vergnüglichen und doch nachdenklichen Hommage zu Wort und nehmen das Publikum "Eins, zwei drei im Sauseschritt" mit auf eine vergnügliche Reise zu Wilhelm Busch
Eintritt 4.-€,.
In Kooperation mit der Arbeitsstelle für literarische Museen, Archive und Gedenkstätten in Baden-Württemberg (Marbach)

Herzliche Einladung zur Festveranstaltung aus Anlass des 123. Geburtstag von Theodor Heuss

Dienstag, 30. Januar 2007, 20.00 Uhr, Kapelle im Schloss Brackenheim

2007 jährt sich die Wahl von Friedrich Naumann als Reichstagsabgeordneter für den Wahlkreis Heilbronn zum 100. Mal. Theodor Heuss war 1907 maßgeblich mit in Naumanns Heilbronner "Wahlkampfteam" engagiert. Dieses Ereignis nehmen wir zum Anlass, die politische und menschliche Beziehung zwischen Friedrich Naumann und Theodor Heuss in den Mittelpunkt der jährlichen Brackenheimer Geburtstagsveranstaltung zu stellen.

Kooperationspartnerin unserer diesjährigen Veranstaltung ist die im Jahr 1958 im Hause von Bundespräsident Theodor Heuss gegründete Friedrich-Naumann-Stiftung. Das Grußwort spricht Dr. Hinrich Enderlein, Mitglied des Kuratoriums der FNSt, von 1972-1988 Mitglied des Landtags von Baden-Württemberg und von 1990-1994 Minister für Wissenschaft, Forschung und Kultur im Land Brandenburg. Den Festvortrag "Von Heilbronn in den Reichstag - Friedrich Naumann, Theodor Heuss und die 'Hottentotten-Wahlen' von 1907“ hält Dr. Jürgen Frölich vom Archiv des Liberalismus in Gummersbach. Im Anschluss an die Veranstaltung lädt die Stadt Brackenheim zum traditionellen Empfang ein.

Zu Festveranstaltung, Empfang und Gespräch laden wir alle Bürgerinnen und Bürger sehr herzlich ein.

Verbinden Sie Ihren Museumsbesuch mit Kulturellem und Kulinarischem beim 2. Brackenheimer Schlossfest am 22.und 23. Juli im Schlosshof und den umliegenden Gärten

8. Theodor-Heuss-Lauf am 15. Juli 2006 in Brackenheim

5-Kilometer-Jedefrau/Jedermann: Start 17 Uhr
10-Kilometer-Hauptlauf: Start 18 Uhr, SchülerInnenläufe für einen guten Zweck: Start 16 Uhr und 16.30 Uhr
Weitere Informationen unter www.theodor-heuss-lauf.de
Theodor Heuss unterstützte während seiner Amtszeit den Breitensport durch die Schirmherrschaft des Bundespräsidenten bei den Bundesjugendspielen in den Schulen. Nach einer Idee von Theodor Heuss entstand für den Spitzensport die Auzeichnung mit dem Silber-Lorbeer. Dieser wird seit 1950 für herausragende sportliche Leistungen verliehen.

Unser Tipp im Juni

"So schmeckt Europa!" - das etwas andere europäische Buffet mit Gedanken und Hintergründen zur EU und zu europäischen Frauenbildern
Unkostenbeitrag 15.-€
Theodor-Heuss-Schule Brackenheim (Grundschule), 22. Juni 2006, 19.30 Uhr
Anmeldung Stadtverwaltung Brackenheim
Frau Buyer 07135/105 122
Im Rahmen der Seminarreihe Unsere Stadt braucht Frauen - wir machen mit!

Aktuelle Veranstaltungen

Baumpflanzung zum Tag des Baumes 2006
In der Geburtstadt des ersten Präsidenten der Bundesrepublik Deutschland wird auch in diesem Jahr mit der Pflanzung einer Schwarzpappel an Theodor Heuss und dessen Einstehen für Bäume als Symbole der Nachhaltigkeit erinnert.
Dienstag, 25. April 2006, 11.00 Uhr beim Forstbach im Wiesental laden wir alle Interessierten herzlich ein.

Eröffnungsveranstaltung zur frauenpolitischen Seminarreihe "Unsere Stadt braucht Frauen – Wir machen mit!" am Dienstag, 25. April 2006, 19.00 Uhr, Seminarraum Theodor Heuss Museum
Eine Einführung und 100 Gründe, warum Frauen sich einmischen sollten: Kennen lernen der Kursteilnehmerinnen und der Erwartungen an das Seminar. Im Gespräch mit politischen Mandatsträgerinnen aus Landtag und Kreistag. Moderation Susanne Blach, Leiterin Theodor Heuss Museum der Stadt Brackenheim und Sarina Pfründer, Leiterin der Geschäftsstelle des Gemeinderats.
Neugierig geworden? Unsere Stadt braucht Frauen – machen Sie mit!
In Kooperation mit der Landeszentrale für Politische Bildung B-W
Infos, Programm und Anmeldung unter www.brackenheim.de oder bei Sarina Pfründer 07135/105123

Zwei Veranstaltungen zum 122. Geburtstag von Theodor Heuss am Dienstag, 31. Januar 2006

Wir laden Sie herzlich ein!

Um 19.00 Uhr ist Frieder Birzele, MdL, stv. Präsident des Landtags von Baden-Württemberg, auf Einladung des Theodor-Heuss-Freundeskreises im Seminarraum des Theodor Heuss Museums mit ein Vortrag zum Thema "Föderalismus 1919 -1949 – 2006" zu Gast.

Um 20.00 Uhr findet in der Kapelle im Schloss aus Anlass des 122. Geburtstages des großen Sohnes der Stadt eine Festveranstaltung mit anschließendem Empfang der Stadt Brackenheim statt. 2006 jährt sich der Geburtstag von Elly Heuss-Knapp, die Theodor Heuss einmal als "Gärtnerin seines Lebens" bezeichnet hat, zum 125.Mal. Aus diesem besonderen Anlass wird unsere Veranstaltung im Jahr 2006 ganz im Zeichen der gemeinsamen Lebens- und Arbeitsbeziehung von Theodor Heuss und Elly Heuss-Knapp stehen.
"Nun weiß ich ein Ziel und eine Stütze" – ist das Leitthema unserer Hommage an Elly Heuss-Knapp und Theodor Heuss, bei der beide mit einer Lesung aus Selbstzeugnissen zu Wort kommen werden und mit einer moderierten ExpertInnenrunde zum Thema "Herausforderungen an die Förderung von Müttern und jungen Familien im 21. Jahrhundert" ein wichtiges, lebenslanges Anliegen der Begründerin des Deutschen Müttergenesungswerkes/Elly Heuss-Knapp-Stiftung beleuchtet wird.
Wir freuen uns auf Ihre Kommen!

Kreis Heilbronn – reich an Museen

Museumstour mit Staatssekretär Michael Sieber und Staatssekretärin Friedlinde Gurr-Hirsch
Viele wichtige Fragen wurden beim ExpertInnenngespräch im Theodor Heuss Museum der Stadt Brackenheim mit Fachleuten und Museumsinteressierten erörtert .
Sind Museen heute noch zeitgemäß? Ist Ehrenamtlichkeit in den Museen wünschenswert? Wie kann der touristische Aspekt der Museen besser vermittelt werden? Ist es sinnvoll Museen als Schauplätze gesellschaftlicher Ereignisse zur Verfügung zu stellen? Wie präsentieren sich Museen außerhalb ihrer Räumlichkeiten? Solchen Fragen wurden beim Podiumsgespräch im Seminarrraum des Theodor Heuss Museums nachgegangen..
Dass Museen, um ihre BesucherInnen zu halten, heute mehr sein müssen als "dunkle Häuser mit Sachen drin", darin waren sich die Fachleute einig. Neben dem eigenen Profil ist unterhaltsames Lernen –edutainment-, orientiert an der Lebenswelt der jeweiligen Zielgruppe vor allem heute auch für kleinere Häuser unverzichtbar. Dass Museumsbesuche Spaß machen, das gilt es vor allem auch Kinder und Jugendliche heranzutragen.

Museum mit Zugkraft - mit dem Wonnemonat kam auch die 25.000 Besucherin

Nach gut viereinhalb Jahren seit der Wiedereröffnung des Theodor Heuss Museums der Stadt Brackenheim war es Anfang Mai soweit: mit der 91jährigen Gertrud Metzger waren die 25.000 voll und 1. Bürgermeister-Stellvertreterin Jutta Layher überraschte die rüstige Ludwigsburgerin mit Frühlingsstrauß und Museumskatalog. Wie fast die Hälfte aller BesucherInnen war auch Gertrud Metzger mit einer Gruppe ins Museum gekommen, zum Wunschtermin mit Führung nach vorheriger Vereinbarung in die Gedenkstätte in kommunaler Trägerschaft.
Dass die Brackenheimer Museumsangebote so rege genutzt werden, freut Museumsleiterin Susanne Blach. "Das Museum am Geburtsort des ersten Präsidenten mit Leben füllen, Geschichte erlebbar machen und politische Bildung im Sinne demokratischer Erinnerungskultur" – das sind die Eckpfeiler, an der sich die museumspädagogischen Angebote orientieren. Und ob als Schulklasse, Gruppe, oder Einzelbesucher, bei standesamtlichen Trauungen, Seminaren oder Veranstaltungen - im Brackenheimer Museum findet jede Gruppierung das auf sie zugeschnittene Angebot.

121. Geburtstag von Theodor Heuss am 31. Januar

Im Jahre 1905 schloss Theodor Heuss sein Studium der Nationalökonomie in München 21-jährig als jüngster Doktor der staatswissenschaftlichen Fakultät ab. Schon vor Ende des zweiten Semesters hatte der damals Neunzehnjährige seinem Professor Lujo Brentano sein Dissertationsthema vorgeschlagen und war damit dem Kulturgut seiner Herkunftsgegend verbunden geblieben: dem Weinbau.
Seine Geburtsstadt Brackenheim nimmt das 100-jährige Jubiläum der Dissertation zum Anlass die Feierstunde zum 121. Geburtstag von Theodor Heuss am 31. Januar 2005 ganz unter sein Thema Weinbau und Weingärtnerstand zu stellen.

Den Vortrag zur Festveranstaltung hält Dr. Isolde Döbele-Carlesso, Archiv der Stadt Brackenheim. Musikalisch-literarisch umrahmt wird die Veranstaltung mit Gedanken zum Kulturgut Wein impulsiert von Theodor Heuss durch das Männerquartett BariQ und Susanne Blach vom Theodor Heuss Museum der Stadt Brackenheim.

Zur öffentlichen Festveranstaltung "100 Jahre Dissertation von Theodor Heuss" am 121. Geburtstag des ersten Präsidenten der Bundesrepublik Deutschland
in der Kapelle im Schloss Brackenheim
am Montag, dem 31. Januar 2005, um 19.30 Uhr
lädt die Stadt Brackenheim alle Interessierten herzlich ein.

Unserer Museum ist ein SWR4 \\

Neue Sonderausstellung im Seminarraum
"Die Deutschen und ihr Eigenheim – der erste Bundespräsident als Bausparer"
Die vom Bauspar-Museum Wüstenrot zusammengestellte Schau führt zurück in die 50ger Jahre, als nach den ersten harten Wiederaufbaujahren der Traum des eigenen Heimes wieder näher rückte. Auch der erste Bundespräsident verwirklichte sich mit der Bausparidee den Bau seines Altersruhesitzes in Stuttgart. Gezeigt werden unter anderem die Originalbaumappe von "Heuss seim Häusle", die Gartenmöbel des Präsidenten, Originalbriefe und Bilder. Glanzstücke sind unter anderem drei Ölgemälde des Kunstmalers und Heuss-Portraitisten Carl Obenland, eines Schülers von Franz von Stuck.
Die Sonderausstellung ist bis zum 6. Februar 2005 während der Öffnungszeiten sowie nach Vereinbarung zu sehen. Der Eintritt zur Sonderausstellung ist frei.

1.10.2004 Führungen in der Plakatausstellung am 2. und 7. Oktober 2004

Die aktuelle Wahlplakat-Sonderausstellung "Die Deutsche Frage im Spiegel der bundesdeutschen Wahlkämpfe von 1949 bis 1990" im Seminarraum des Theodor Heuss Museums der Stadt Brackenheim spannt anhand von Wahlplakaten einen weiten Bogen vom Nachkriegsdeutschland über die Zeit zweier deutscher Staaten BRD und DDR bis hin zur Zeit der friedlichen Wiedervereinigung.

Am Samstag, 2. Oktober, 16 Uhr und Donnerstag, 7. Oktober, 17 Uhr führt Museumsleiterin Susanne Blach durch die Ausstellung. Pro Person kostet die Führung 2.-€. Beleuchtet werden die Plakate mit Fragen wie

•Was sagen Plakate über den gesellschaftlichen und politischen "Zeitgeist" aus?
*Wie wird die Frage der deutschen Wiedervereinigung zeitabhängig thematisiert?
•Wie schlägt sich in den Plakaten die politische "Großwetterlage" nieder?
•Wie hat sich Wahlwerbung über diese Zeit verändert?

Weitere Terminvereinbarungen für Gruppen telefonisch 07135/930294 oder per email info@theodor-heuss-museum.de
Die Ausstellung ist bis 10. Oktober 2004 im Seminarraum des Theodor Heuss Museums der Stadt Brackenheim zu sehen, Eintritt zur Sonderausstellung frei
Samstag, Sonntag, Feiertag 11-17 Uhr, Donnerstag 14-17 Uhr und nach Vereinbarung
Eine Ausstellung der Außenstelle Heidelberg der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg

4 Jahre Theodor Heuss Museum der Stadt Brackenheim

Am 5. August 2000 öffnete das Theodor Heuss Museum mit einer Feierstunde unter Beteiligung der Familie von Theodor Heuss und vielen Ehrengästen nach längerem Dornröschenschlaf seine Türen wieder für die Öffentlichkeit. In den seither vergangenen vier Jahren hat das Theodor Heuss Museum der Stadt Brackenheim einen wichtigen Platz im kulturellen Leben der Region eingenommen. 22 319 Menschen haben das Museum besucht, 396 Gruppen haben das Museum am Geburtsort des ersten Präsidenten zum Ziel ihres Ausfluges gemacht. Das Besuchsinteresse ist ungebrochen, das Angebot der Öffnung nach Vereinbarung wird stark nachgefragt. Einzugsgebiet ist überwiegend ein Umkreis von etwa 150 Kilometer um Brackenheim. Für die Wünsche und Bedürfnisse der verschiedenen Gruppen werden laufend die Angebote des Museums in Bausteinform erweitert und umfassen derzeit unterschiedliche Formen von Führungen, Studienhalbtage, interne und externe Vorträge und das Projekt "Museum macht Schule". Viele Erstkontakte zum Museum laufen über die Internetseite www.theodor-heuss-museum.de Zum 120. Geburtstag von Theodor Heuss am 31. Januar diesen Jahres erschien der neue Museumskatalog. Besondere Ehrengäste sind Höhepunkte im Leben eines Museums – hier ragen sicher die Bundespräsidenten Johannes Rau und Roman Herzog heraus.

20.07.2004 60 Jahre danach - der 20. Juli 1944: Widerstand gegen Hitler

Die Ereignisse vom 20. Juli 1944 bilden mit den umfangreichsten Widerstand von Deutschen gegen das Regime des Nationalsozialismus. Die Beteiligten des versuchten Staatsstreiches stammen aus vielen Schichten der Bevölkerung und hatten vielfältige Kontakte zum Kreisauer Kreis um Helmuth James Graf von Moltke. Unter den 200 nach der Erhebung Hingerichteten sind 19 Generäle, 26 Obersten, zwei Botschafter, sieben Diplomaten, ein Minister, drei Staatssekretäre sowie der Chef der Reichskriminalpolizei; des weiteren mehrere Oberpräsidenten, Polizeipräsidenten und Regierungspräsidenten. Zum Ausgangspunkt des Machtwechsels wurde ein Anschlag auf Hitler gemacht. Die von Claus Schenk von Stauffenberg platzierte Bombe tötete Hitler jedoch nicht. Diese Tatsache brachte den gesamten Plan zum Scheitern. Stauffenberg und viele seiner Mitverschwörer wurden verurteilt und hingerichtet.

Bei einer Gedenkfeier der Bundesregierung und des Senats der Stadt Berlin am 19. Juli 1954 im Auditorium Maximum der Freien Universität Berlin hielt Bundespräsident Professor Dr. Theodor Heuss die Gedenkrede zum 20. Juli 1944 und legte "Dank und Bekenntnis" ab. " Das Bekenntnis gilt nicht nur den inneren Motiven, sondern es umfasst auch das geschichtliche Recht zu ihrem Denken und Handeln. Der Dank aber weiß darum, dass die Erfolglosigkeit ihres Unternehmens dem Symbolcharakter des Opfergangs nichts von seiner Würde raubt" (Theodor Heuss). Der Redetext wurde in der Folgezeit an Schulen und Universitäten verteilt.
Der gesamte Text der Rede "Dank und Bekenntnis" kann gerne in der Standortbibliothek des Theodor Heuss Museums nachgelesen werden. Weitere Informationen zum 20. Juli 1944 bietet im Internet beispielsweise das Deutsche Historische Museum www.dhm.de oder die Landeszentrale für politische Bildung in Baden-Württemberg www.lpb.bwue.de

17.07. 2004 Vor 50 Jahren: Wiederwahl von Theodor Heuss zum Bundespräsidenten

Am 17. Juli 1954, wurde Theodor Heuss in der Ostpreußenhalle in Berlin von den Mitgliedern der 2. Bundesversammlung unter Vorsitz von Dr. Hermann Ehlers mit überragender Stimmenmehrheit erneut zum Präsidenten der Bundesrepublik Deutschland gewählt.
1954 gab es keine Alternative zu Heuss: Adenauers Koalition aus CDU/CSU, FDP und zwei anderen Parteien verfügte über eine bisher einzigartige starke Mehrheit. Der amtierende Bundespräsident Theodor Heuss hatte sich durch seine umsichtige Amtsführung im In- und Ausland hohes Ansehen erworben. Die SPD-Opposition verzichtete deshalb auf einen Gegenkandidaten. Die KPD benannte in letzter Minute und ohne dessen Einwilligung den Heidelberger Alfred Weber (SPD).
Das Ergebnis der Bundesversammlung vom 17. Juli 1954 spricht für sich:
Theodor Heuss vereinigte im 1. Wahlgang 871 von 987 abgegebenen Stimmen auf sich, Alfred Weber erhält 12 Stimmen. Ein Rekordergebnis von fast 90%, das nach wie vor ungebrochen ist. Die 2. Amtsperiode von Bundespräsident Professor Dr. Theodor Heuss dauerte vom 13. September 1954 bis zum 12. September 1959.
Am Tag der Wiederwahl zum Präsidenten der Bundesrepublik Deutschland, Samstag 17. Juli 2004, lädt das Theodor Heuss Museum der Stadt Brackenheim von 11-17 Uhr zu einer lebendigen Begegnung mit dieser wichtigen Persönlichkeit der deutschen Geschichte ein - ehe dann ab 17 Uhr alles in den Startlöchern für den 6. Theodor-Heuss-Lauf unter der Schirmherrschaft des früheren Bundesaußenministers Dr. Klaus Kinkel steht.

26.03.2004 Weggefährten“ – Reinhold Maier, der \'Fuchs aus dem Remstal\'

"Auf liberalem Weg" unter dieses Motto hatte der Tübinger Historiker und Vorstandsmitglied des Theodor-Heuss-Freundeskreises e.V. seinen biographischen Vortrag über den späteren ersten Ministerpräsidenten von Baden-Württemberg Reinhold Maier im Seminarraum des Theodor Heuss Museums gestellt. In eine gutbürgerliche Schorndorfer Familie hineingeboren studierte Maier in Grenoble und Tübingen Volkswirtschaft und Jura und startete erst Mitte der 20iger Jahre in der Weimarer Republik eine politische Karriere. Seine liberalen Überzeugungen führen ihn zum Engagement in der neu gegründeten Deutschen Demokratischen Partei. Zu Beginn der 30iger Jahre war er Wirtschaftsminister einer Mehrparteienregierung in Württemberg, Landtags- und Reichstagsabgeordneter und gehörte schließlich, zusammen mit Theodor Heuss, der fünfköpfigen Fraktion der Deutschen Staatspartei an, die im März 1933 nach längerer interner Diskussion schließlich dem Ermächtigungsgesetz zustimmten. Das Warum und die unterschiedlichen Haltungen von Maier und Heuss unter dem Druck der Nationalsozialisten war einer der zentralen Punkte des Vortrages. Während des NS-Regimes geriet Maier politisch und privat unter Druck; seine jüdische Frau Gerta musste mit beiden Kindern nach England fliehen, die Nazis befahlen die Zwangsscheidung.
Mit Tondokumenten und Zeitungskarikaturen zur Nachkriegsgeschichte würzte Jörg Brehmer seine Ausführungen zur Nachkriegsgeschichte und den Turbulenzen, die schließlich zur Geburt unseres Bundeslandes Baden- Württemberg führten – ein Stück deutscher Geschichte verdeutlicht am Beispiel eines Mannes, der diese maßgeblich mitgestaltet hat.
"Graswurzeldemokratie", die Bedeutung politischer "Vaterfiguren" und die Partizipation junger Menschen waren Diskussionspunkte im Anschluss an den lebendigen Vortrag von Jörg Brehmer.

03.03.04 20.000 Besucher im Theodor Heuss Museum der Stadt Brackenheim

Mit einer Gruppe des Ringwald-Chores aus Asperg kam am Mittwoch, 3. März 2004, der 20.000 Besucher ins kommunale Theodor Heuss Museum. Ehrenchormitglied Richard Weissert singt schon seit 1948 und kann sich als Zeitzeuge noch gut an den ersten Präsidenten der Bundesrepublik Deutschland erinnern. Bürgermeister Rolf Kieser überreichte dem Ehrengast zur Erinnerung an diesen ganz besonderen Besuch den im Januar anlässlich des 120. Geburtstages von Theodor Heuss erschienen Museumskatalog. Ganz besonders freute sich das Stadtoberhaupt darüber, dass das in städtischer Regie geführte Museum in Theodor Heuss' Geburtsstadt so rege besucht wird. Mit einem Gläschen Lemberger vom Zweifelberg aus Württembergs größter Weinbaugemeinde und, wie es sich für einen Chor gehört, einem Lied beglückwünschte die 354. Gruppe seit der Eröffnung des Museums den 20.000 Besucher und wünschten dem Museum und der Arbeit von Museumsleiterin Susanne Blach noch weiterhin so großen Erfolg.

31.01.2004 Nachlese zur Feierstunde am 31. Januar 2004 aus Anlass des 120. Geburtstages von Theodor Heuss

In Anwesenheit der Familie von Theodor Heuss und zahlreichen Ehrengästen feierten am 31. Januar 2004 über 600 Besucher den 120. Geburtstag von Professor Dr. Theodor Heuss, dem berühmtesten Sohn und Ehrenbürger der Stadt. Zur Feierstunde im Bürgerzentrum luden die Stadt Brackenheim, die Theodor-Heuss-Stiftung e.V. und die Stiftung Bundespräsident-Theodor-Heuss-Haus ein. Den musikalischen Auftakt der Geburtstagsfeier gestaltete Kerstin Mörk, Bundespreisträgerin bei „Jugend musiziert“ am Flügel. „Brackenheim weiß sich als Geburtsstadt dem Werk und Leistung von Theodor Heuss im besonderen Maße verpflichtet“, begrüßte Bürgermeister Rolf Kieser die Gäste der Feierstunde. Die Wechselbeziehungen zwischen Brackenheim und dem ersten Bundespräsidenten, der sich in jeder Lebensphase immer wieder mit liebvoller Wärme auf seine Geburtsstadt bezog, stellte Kieser in den Mittelpunkt seiner Ansprache. So arbeitete Heuss beispielsweise während des Dritten Reiches unter dem Pseudonym „Thomas Brackheim“ hin und wieder als Journalist u.a. für die Frankfurter Zeitung.
Die Sozialbürgermeisterin der Stadt Stuttgart Gabriele Müller-Trimbusch zeigte in ihrem Begrüßungswort als Vorstandsvorsitzende der Stiftung Bundespräsident Theodor-Heuss-Haus auf, dass viele bedeutende Staatsmänner wie Heuss sowohl in Europa als auch in Amerika aus Kleinstädten stammen und stolz darauf sind.
"Ohne die bürgerliche Freiheit könnten wir nicht atmen", die Worte aus einer Rede, mit der Theodor Heuss Ende 1930 eine Brücke schlagen suchte von der Partei der Linksliberalen, die am Zerfall des liberalen Bürgertums gescheitert war, hin zur Deutschen Staatspartei waren Inhalt des Festvortrags von Professor Dr. Dieter Langewiesche (Universität Tübingen). In seiner wissenschaftlichen Abhandlung sprach er über Liberalismus und Demokratie im 19. und 20. Jahrhundert. „Heuss dachte positiv vom Staat; ihn zu gestalten, galt ihm als die Zentralaufgabe der Politik, nicht als unvermeidbare Konzession“, so beschrieb Langewiesche die demokratische Haltung des ersten Bundespräsidenten. Die politische Nation sei ohne die Demokratie schlechthin undenkbar. „Volk, Völker hat es immer gegeben, aber die Demokratie hat ihnen den Mund geöffnet, dass sie das Wesen ihres politischen Bewusststeins finden und formen konnten.“ Heuss warb stets für den demokratischen Staat, der Staat war für ihn ein Machtkörper und die parlamentarische Demokratie bedeutete eine „Herrschaftsübertragung auf Zeit“. Er sah Demokratie nicht als etwas Erreichtes, sondern als ständigen Auftrag. Besonderer Höhepunkt der Feierstunde im Bürgerzentrum war der lebendige Beitrag der Schüler der Theodor-Heuss-Schule Brackenheim zum Heuss-Zitat „Schule braucht Allotria“ (Unfug, Spaß, Freude). Das mitreißende Theaterstück zeigte Heuss als pfiffigen und frechen Schüler, dann im Tanzkurs und beim Briefeschreiben mit seiner geliebten Elly. Immer wieder wurden die Parallelen zur heutigen Jugend, beispielsweise mit einer Break-Dance-Show oder beim Chatten im Internet, gezeigt. Dabei übernahm der „alte Heuss“ die Rolle eines Moderators, der die Szenen aus seiner eigenen Jugend als auch Situationen des heutigen Schüleralltags kommentierte. Zur Seite stand ihm hierbei der „junge Heuss“ als Parallelschauspieler. Das Theaterstück wurde von der Schule selbst entwickelt. Ein Team aus fünf Lehrerinnen und Lehrern hatte zusammen mit den Mädchen und Jungen ein Drehbuch über die Lebensabschnitte von Theodor Heuss verfasst. Sie holten sich Rat und Anregungen beim Württembergischen Staatstheater in Stuttgart und setzten ihre Ideen zur Kulissengestaltung in Workshops um. Es entstand eine Schneiderei, in der zeit- und stilgerechte Kleidung hergestellt wurde. Und es gab jede Menge Schauspielunterricht für die Akteure.

Im Rahmen der Projektwoche war auch die Ausstellung im Foyer des Bürgerzentrums entstanden, in der die Schüler zeigten, was sie alles zu Heuss gelernt hatten. Die Kinder der Grundschule formten aus Pappmachee Menschenköpfe - als Zuhörer für bekannte Heuss-Zitate. Andere Kinder haben den Lebenslauf der Familie Heuss in Sütterlinschrift in kleine Bücher geschrieben, als Wandzeitungen gestaltet oder die Lebensgeschichte von Heuss in kleinen Bildergalerien zusammengefasst. Spiele rund um Heuss wurden von den älteren Klassenstufen angefertigt. Auch kulinarisch hat sich die Theodor-Heuss-Schule mit ihrem Namensgeber auseinander gesetzt. Mit selbst gebackenem Zwiebelkuchen, laut Heuss eine "herrliche Spezialität, die manchem Fremden als barbarisch erscheint", versorgten sie die Gäste beim Empfang im Foyer. Passend dazu konnten die Besucher selbst hergestellte schwäbische Rezeptbücher kaufen.
Dr. Ludwig Theodor Heuss, Vorsitzender der Theodor-Heuss-Stiftung, wiederholte in seinem Schlusswort den Charakter des jungen Heuss: „Mein Großvater war ein guter Schüler und ein böser Bub gewesen. Allotria ist das eine, das andere ist Disziplin und Arbeit - für das geistige Weiterkommen und für das ganze Leben“, betonte Ludwig Heuss die Lebensauffassung seines Großvaters.
Nach dem Empfang im Foyer konnten sich die Besucher beim Tag der Offenen Tür im Theodor Heuss Museum den frisch eingetroffenen Stuhl des ersten Bundespräsidenten Theodor Heuss ansehen. Der Präsidentenstuhl, den Theodor Heuss 1950 zunächst als Serienprodukt bei der Steinheimer Firma Hugo Geiger erwarb und von einem Buchbinder mit Lederbezug und Bundesadler „veredeln“ ließ, wurde vom Vorsitzenden des Theodor-Heuss-Freundeskreises Baden-Württemberg Richard Drautz MdL – auch im Namen des leider verhinderten weiteren Sponsors Gustav Riexinger -, zum 120. Geburtstag von Theodor Heuss an das Theodor Heuss Museum der Stadt Brackenheim übergeben. Heuss zeigte sich bei der Wahl seines Amtssitzes bescheiden und heimatverbunden zugleich. Ab 1959 führte Heinrich Lübke seine Amtsgeschäfte von diesem Stuhl aus, anschließend Gustav Heinemann, der ihn schon bald durch einen Gesundheitsstuhl ersetzen musste. Richard Drautz kam im letzten Jahr in Besitz des geschichtsträchtigen Stuhles. Der bisherige Besitzer, Ministerialdirigent a.D. Peter Borowsky, fragte in der FDP-Zentrale in Berlin an, ob Interesse an dem Stuhl bestünde. Der Mitarbeiter am anderen Ende dachte prompt an Richard Drautz. Und dieser brachte das Geschäft beim nächsten Besuch in der Bundeshauptstadt unter Dach und Fach. "Mir war's immer arg, dass wir im Brackenheimer Museum nichts Persönliches von Heuss hatten", meinte Drautz. Der Stuhl fand nun nach Abschluss der Konservierungsarbeiten im Theodor Heuss Museum ideale Bedingungen für einen geruhsamen Ruhestand.


05.01.2004 Vielfältige Aktivitäten aus Anlass des 120. Geburtstages von Theodor Heuss am 31. Januar 2004

Als Geburtsstadt des herausragenden Politikers und Menschen Theodor Heuss ist es für die Stadt Brackenheim Ehre und Verpflichtung zugleich diesen Jahrestag festlich zu begehen. Gemeinsam mit der bundesunmittelbaren Stiftung Bundespräsident-Theodor–Heuss-Haus und der Theodor-Heuss-Stiftung zur Förderung der politischen Bildung und Kultur e.V.( beide Sitz Stuttgart) lädt die Stadt Brackenheim ein zu einer

Feierstunde aus Anlass des 120. Geburtstages von Theodor Heuss
am Samstag, 31. Januar 2004, 10.30 Uhr im Bürgerzentrum Brackenheim, Theodor-Heuss-Saal - Einlass 10.00 Uhr
Interessierte Bürgerinnen und Bürger können ab sofort in begrenzter Zahl und so lange der Vorrat reicht kostenfreie Eintrittskarten an der Rathauspforte Brackenheim abholen. Schriftliche Bestellungen (nur mit adressiertem und frankiertem Rückumschlag) können gerichtet werden an die Stadt Brackenheim, - Pforte -, Marktplatz 1, 74336 Brackenheim

PROGRAMM
Begrüßung
Rolf Kieser, Bürgermeister der Stadt Brackenheim, Mitglied des Vorstandes im Theodor-Heuss-Freundeskreis Baden-Württemberg e.V.
Gabriele Müller-Trimbusch, Sozialbürgermeisterin der Stadt Stuttgart, Vorstandsvorsitzende der Stiftung Bundespräsident-Theodor-Heuss-Haus
Sabine Leutheuser-Schnarrenberger, MdB
Bundesministerin a. D.; stellvertretende Vorsitzende der Theodor-Heuss-Stiftung e.V.

Festvortrag
Prof. Dr. Dieter Langewiesche, Tübingen
„Ohne die bürgerliche Freiheit können wir nicht atmen“ (Theodor Heuss) - Liberalismus und Demokratie im 19. und 20. Jahrhundert

Spielerisch kreative Auseinandersetzung mit einem Vorbild in unserer Zeit „Schule braucht Allotria“
Schülerinnen und Schüler der Theodor-Heuss-Schule Brackenheim

Schlusswort
Dr. Ludwig Theodor Heuss
Vorsitzender der Theodor-Heuss-Stiftung e.V.

Musikalische Umrahmung durch Kerstin Mörk, Brackenheim
Anschließend Empfang der Geburtsstadt Brackenheim und Ausstellung der Theodor-Heuss-Schule im Foyer des Bürgerzentrums

Neues Ausstellungsstück für das Theodor Heuss Museum der Stadt Brackenheim
Der Präsidentenstuhl: von Theodor Heuss im Jahre 1950 in Auftrag gegeben, leiteten nach ihm noch zwei weitere Bundespräsidenten ihre Amtsgeschäfte von diesem Stuhl aus. 1959 geht der Stuhl auf Heuss’ Nachfolger Heinrich Lübke über, nach ihm nutzt ihn der dritte Bundespräsident Gustav Heinemann, der aus gesundheitlichen Gründen den Stuhl jedoch nach einem Jahr ersetzt.
Im Jahre 2003 kommt der Vorsitzende des Theodor-Heuss-Freundeskreis Baden-Württemberg e.V. Richard Drautz MdL, Heilbronn, in den Besitz des geschichtsträchtigen Stuhles.
Nach Abschluss der Konservierungsarbeiten wird der Stuhl anlässlich des 120. Geburtstages von Theodor Heuss am 31. Januar 2004 in Anwesenheit des stellvertretenden Ministerpräsidenten und Wirtschaftsminister Dr. Walter Döring MdL, an das Theodor Heuss Museum der Stadt Brackenheim übergeben, wo das geschichtsträchtige Sitzmöbel ideale Bedingungen für einen geruhsamen Ruhestand vorfindet.

Ausstellungskatalog für das Theodor Heuss Museum der Stadt Brackenheim
Pünktlich zum 120. Geburtstag von Theodor Heuss am 31. Januar 2004 erscheint der Ausstellungskatalog für das Theodor Heuss Museum der Stadt Brackenheim. Im knapp 70 Seiten starken Katalog können zukünftig Leben und Werk des ersten Präsidenten der Bundesrepublik Deutschland zuhause nochmals in aller Ruhe nachvollzogen werden. Der Katalog ist ab 31. Januar 2004 im Theodor Heuss Museum der Stadt Brackenheim erhältlich.


12.12.2003 40. Todestag von Theodor Heuss am 12. Dezember 2003 - „Vorbild und Verpflichtung“

Aus Anlass des 40. Todestages ehrte die Stadt Brackenheim vergangenen Freitag ihren großen Sohn und ersten Präsidenten der Bundesrepublik Deutschland mit einer Kranzniederlegung vor am Gedenkstein gegenüber des Theodor Heuss Museums.
Bürgermeister Rolf Kieser erinnerte im Namen der Stadt Brackenheim und des Theodor-Heuss-Freundeskreises Baden-Württemberg e.V. an „einen der ganz großen Staatsmänner der Geschichte und außergewöhnlichen Menschen, dem es Zeit seines Lebens gelungen war, in seinem amtlichen und privaten Wirken die Sachlichkeit des Gelehrten mit der Wärme des Humanisten zu verbinden.“
Demokratie und Freiheit habe Theodor Heuss als lebensgestaltende Werke begriffen und damit betont, dass Menschen sich in eine lebendige und lebenslange Gestaltung von demokratischen Werten hineinbeben, - ja sich daran hingeben müssen – wenn sie es denn mit Demokratie und Freiheit ernst meinen. In diesem Sinne habe Theodor Heuss nicht nur unser Grundgesetz geprägt, sondern vor allem auch Eckpfeiler für unsere demokratische Kultur gesetzt. Demokratie sei für ihn nicht nur Staatsform gewesen, sondern zuvorderst Lebensform..
Viele repräsentative Pflichten habe Theodor Heuss als Bundespräsident erfüllt, aber nur „Staatsschauspieler“ oder „Repräsentationsonkel“ wollte er nicht sein. Der politische Pädagoge überzeugte die Deutschen von den Werten der Demokratie, als Staatsoberhaupt verschaffte er der jungen Bundesrepublik wieder Zutritt zur europäischen Völkerfamilie. Seinen politischen Kompetenzen hat er im Parlamentarischen Rat selbst mit definiert: ausgleichende Kraft soll der Bundespräsident sein im für die Demokratie lebensnotwendigen politischen Streit.
Nach seinem Amtsantritt als Bundespräsident 1949 stellte sich Theodor Heuss die Aufgabe, die „Deutschen zu entkrampfen“, dem durch die Zeitgeschichte schwer geschüttelten und zerrissenen deutschen Volk so etwas wie Selbstachtung, aber auch demokratisches Bewusstsein zu vermitteln.
Als Geburtsstadt sei es für Brackenheim Ehre und Verpflichtung zugleich, Persönlichkeit und Lebenswerk von Professor Doktor Theodor Heuss wach zu halten.
Zeit seines Lebens sei die Beziehung Theodor Heuss' zu seiner Geburtsstadt Brackenheim geprägt gewesen von bemerkenswerter und liebevoller Wärme. Diese Wärme währte ein ganzes Leben und Theodor Heuss bezog sich in jeder Lebensphase auf "sein" Brackenheim: für die Kinderzeit in seinen Jugenderinnerungen "Vorspiele des Lebens"; im schriftstellerischen Pseudonym "Thomas Brackheim" während der Zeit der nationalsozialistischen Diktatur; mit den Besuchen in seiner Heimatstadt, allen voran demjenigen zur Entgegennahme der Ehrenbürgerschaft der Stadt Brackenheim am 2. Oktober 1949.
In seiner Abschiedsrede als amtierender Präsident der Bundesrepublik Deutschland im September 1959 verglich Theodor Heuss sein Leben mit dem Flüsschen seiner Geburtsstadt, der Zaber. Und in seinem letzten Lebensjahr äußerte er in einem Brief großes Bedauern, wegen seiner schweren Krankheit nicht nochmals die vertrauten Freunde und Orte besuchen zu können. „Dass mein Nachtpfleger aus Brackenheim stammt, ist ja eine liebenswürdige Ausweitung meines Schicksals“ schrie er 3 Monate vor seinem Tod an die Stadt.

Umso mehr erfülle die Stadt Brackenheim mit Freude und Achtung die Aufgabe, das Andenken an diesen großen Deutschen zu erhalten und in seinem Sinne demokratische Erinnerungskultur zu pflegen. Auch in finanziell für die Kommunen immer schwereren Zeiten leiste die Stadt Brackenheim hier ihren Beitrag - vor allem auch als Perspektive für die junge Generation - Demokratie als Lebensform zu pflegen.

„Was hülfe es dem Menschen, so er die ganze Welt gewönne, und nähme doch Schaden an seiner Seele“. Unter dieses Bibelwort aus dem Matthäusevangelium hatte Altlandesbischof Martin Haug den Trauergottesdienst für Theodor Heuss vor 40 Jahren gestellt. Die Menschenseele und die damit verbundene unantastbare Würde des Menschen, jedes Menschen, ist ein einzigartiger Wert. Dies thematisierte Theodor Heuss wiederholt mit dem Begriff der „Anständigkeit in der Politik“.
Theodor Heuss habe mit seinem Werk und Leben einen Maßstab gesetzt, Raum und verantwortliche Freiheit für den Menschen zu bewahren und uns die Möglichkeit eröffnet, uns im demokratischen Gefüge selbst für diese verantwortliche Freiheit im Rahmen unserer demokratischen Grundordnung einzusetzen.
Mit einigen Momenten der Besinnung und Stille würdigten anschließend die Anwesenden Leben und Werk von Theodor Heuss.

Im Anschluss nahm eine Abordnung der Stadt an der Gedenkfeier am Grab von Theodor Heuss und Elly Heuss-Knapp auf dem Stuttgarter Waldfriedhof teil. Mitglieder der Familie Heuss, Repräsentanten des Bundes, des Landes, verschiedene Stiftungen, der FDP sowie verschiedene Städte – darunter auch seine Geburtsstadt Brackenheim- legten dort Kränze zum Gedenken an Theodor Heuss nieder. “Heuss wusste, Demokratie gibt es nur dort, wo es Demokraten gibt. Er hat der Bundesrepublik viel mit auf den Weg gegeben.“ betonte Lord Ralf Dahrendorf, Vorsitzender des Kuratoriums der Stiftung Bundespräsident-Theodor-Heuss-Haus in seiner Ansprache. Für den Oberbürgermeister der Stadt Stuttgart Wolfgang Schuster ist Heuss’ Vorbildfunktion nach wie vor ungebrochen. Enkel Ludwig Theodor Heuss erinnerte an die verschiedenen Aspekte der Persönlichkeit seines Großvaters – Staatsmann, Journalist, Gelehrter und Maler. Aus all diesen Facetten habe „sich ein Lebensweg zusammengefügt, der sich stets an der inneren Freiheit und Unabhängigkeit des überzeugten Liberalen orientiert hat.“

Lesung „Theodor Heuss. Aufbruch im Kaiserreich. Briefe 1892-1917“ 24.11.2010, 19.30 Uhr im Seminarraum - Sonderöffnung ab 18 Uhr

Die weitgehend noch unbekannten Briefe von Theodor Heuss beleuchten wechselseitig seine aufregende Biographie und die spannungsreichen Zeitläufe einer aufbrechenden Moderne im Kaiserreich.
Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Stiftung Bundespräsident-Theodor-Heuss-Haus, Stuttgart. Sprecher sind Dr. Wolfgang Becker und Götz Schneyder. Der Eintritt ist frei.

Sonderöffnungszeit am 24.11.2010
Unsere aktuelle Sonderausstellung „Damals in der DDR. 20 Geschichten aus 40 Jahren“ ist für die Gäste der Lesung am 24. November 2010 bereits ab 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.

04.12.2003 Gut besuchte Diskussion im Theodor-Heuss-Museum: Ist der Mittelstand das Stiefkind der Wirtschaftspolitik?

Mit über 40 Besuchern war der Seminarraum im Theodor-Heuss-Museum bei der Diskussions-Veranstaltung der Reinhold-Maier-Stiftung voll besetzt. Thema der Diskussion war das Verhältnis von Mittelstand und Politik.
Als Mitglied im Landtag und Unternehmer kennt Richard Drautz beide Seiten. Er bemängelte die zahlreichen Vorschriften und Regulierungen, die gerade den Mittelstand einengen. In der vom Land geplanten Verwaltungsreform sieht er eine „Chance, die Aufgaben des Staates auf die ureigenste Form zurückzuführen.“ Die derzeitige öffentliche Haushaltssituation lasse den Kommunen keine andere Möglichkeit, als zusätzliche oder unnötige Aufgaben zu streichen. Auch Peter Kuhn, Unternehmer in der Baubranche, kritisierte den überhöhten Verwaltungsaufwand. Problematisch sei ebenso die Verkürzung der Lebensarbeitszeit, beispielsweise durch ein Studium oder durch Frühruhestand. „Lediglich 20 Prozent der Lebenszeit wird gearbeitet – aber in dieser Zeit soll eine vierköpfige Familie ernährt werden.“ Die Journalisten Siegfried Schilling und Helmut Krissler stellten im zweiten Teil des Abends Fragen zur Wirtschaftspolitik, im Anschluss stiegen auch die Zuhörer in die lebhafte Diskussion ein.

19.11.2003 5 Jahrzehnte Landesverfassung - Feierstunde mit Justizministerin Corinna Werwigk-Hertneck im Bürgerzentrum

Genau 50 Jahre nach dem Festakt im November 1953 feierten Stadt Brackenheim und Friedrich-Naumann-Stiftungeim Brackenheimer Bürgerzentrum am 19. November 2003 einen„echter Fuffziger“ – die Verfassung unseres Bundeslandes.
Mit Musik von Frederic Chopin eröffnete am Flügel die Brackenheimer Preisträgerin aus dem Wettbewerb „Jugend musiziert“ und Mitglied im Landesjugendorchester Kerstin Mörk im Theodor-Heuss-Saal den Abend.
Bürgermeister Rolf Kieser begrüßte die Jubiläumsgäste zur Veranstaltung mit „Erinnerungskultur“, wie sie in Brackenheim mit hohem Engagement gepflegt wird. Die jährliche Feier zum Tag der Deutschen Einheit, die Jubiläen zu 50 Jahren Präsidentenwahl von Theodor Heuss, zu 50 Jahren Grundgesetz und 50 Jahren Baden-Württemberg unterstreichen diese Kultur der Erinnerung, des im Bewusstsein halten demokratischer Verläufe eindrucksvoll – vor allem auch im Sinne von Werk und Leistung von Theodor Heuss als erstem Präsidenten der Bundesrepublik Deutschland . So diene der Abends neben Feiern vor allem dazu, den Vätern dieser Landesverfassung Respekt zum Ausdruck zu bringen, aber auch die Inhalte der Verfassung an ihrem 50. Geburtstag der Bevölkerung noch stärker zu vermitteln.
Drei Monate nach der entscheidenden Volksabstimmung zum Zusammenschluss der drei Nachkriegsländer Württemberg-Baden, Württemberg-Hohenzollern und Baden wurde am 9. März 1952 die 121-köpfige Verfassunggebende Landesversammlung gewählt, die sich 16 Tage später in Stuttgart konstituierte. Aus Drei mach Eins: eingehende Beratungen und langes politisches Tauziehen z.B. um die Konfessionsschulen waren nötig, ehe das Land am 11. November 1953 seine Verfassung als tragfähige Grundlage des Zusammenlebens erhielt. Dies und vieles mehr berichtete der Landtagsarchivar Dr. Günther Bradler in seinen „Skizzen über die Entstehung der Landesverfassung“. Neben dem schlichten, zum Teil mit Bleistift unterzeichneten Original der baden-württembergischen Landesverfassung wurde erst 1955 auf Wunsch des Hauptstaatsarchivs eine aufwändige, in Pergament gebundene Verfassungsurkunde erstellt, die vom Präsidenten der Verfassunggebenden Versammlung und den Mitgliedern der vorläufigen Regierung nachträglich unterzeichnet wurde.
Im Zustandekommen der Landesverfassung sieht die baden-württembergische Justizministerin Corinna Werwigk-Hertneck „ einen der wichtigsten Integrationsfaktoren für das Zusammenwachsen der drei südwestdeutschen Vorgängerländer“. Ihre nur 94 Artikel zeugen vom „Geist kühler Zurückhaltung“, wie der damalige Ministerpräsident Gebhard Müller feststellte. Sie habe sich im Wesentlichen darauf beschränkt, das äußere Funktionieren der den Staat bestimmenden Faktoren und ihr Verhältnis zueinander nach dem traditionellen Schema der parlamentarisch-repräsentativen Demokratie sicherzustellen. Dass dies bis zum heutigen Tag gelungen ist sieht Ministerin Werwigk-Hertneck nicht zuletzt darin bestätigt, dass nach der Wiedervereinigung der Freistaat Sachsen die baden-württembergische Landesverfassung als Muster genommen habe. Nur 18 Mal wurde unsere Landesverfassung „meist behutsam“ in den vergangenen 5 Jahrzehnten geändert – das Grundgesetz habe es auf fast dreimal so viele Änderungen gebracht. 1974 wurden mit der Einführung des Volksentscheides Elemente der direkten Demokratie aufgenommen, 1976 der Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen als ausdrückliches Staatsziel formuliert1995 wurde das ausdrückliche Verbot der Benachteiligung Behinderter eingefügt. Als bisher letzte Änderung sind im Jahr 2000 zwei neue Staatsziele in die Verfassung aufgenommen worden: der Tierschutz und die Förderung des kulturellen Lebens und des Sports durch den Staat und die Gemeinden.
Aus Sicht der Justizministerin sollte in Zukunft ausdrücklich eine Regelung aufgenommen werden, die das Recht des Einzelnen auf Schutz der eigenen Daten verankere. Erwägenswert erscheint Corinna Werwigk-Hertneck auch „ein Kommunalwahlrecht für alle Ausländer, die sich seit mindestens 5 Jahren rechtmäßig im Bundesgebiet aufhalten“. Vor allen Dingen hält die FPD-Landespolitikerin eine Grundgesetzänderung im Sinne einer Föderalismusreform dringlich, um so die Eigenständigkeit der Länder zu stärken. Baden-Württemberg sei mit seiner Verfassung „in guter Verfassung meinte die Corinna Werwigk-Hertneck abschließend, man könne „auf dieser stabilen Basis den nächsten 50 Jahren zuversichtlich entgegensehen“.
Anschließend hatten die Stadt Brackenheim und die Friedrich-Naumann-Stiftung zu Getränken und Brezeln geladen, was die Jubiläumsgäste gerne mit angeregten Gesprächen verbanden.

05.08.2003 3 Jahre Theodor Heuss Museum der Stadt Brackenheim

Als Geburtsstadt des ersten Präsidenten der Bundesrepublik Deutschland ist es für Brackenheim Ehre und Verpflichtung zugleich, Persönlichkeit und Lebenswerk von Professor Dr. Theodor Heuss wach zu halten. Bereits 1968 wurde im Obertorhaus die erste Theodor-Heuss-Gedächtnisstätte eingerichtet, aus der sich, nach einer Umgestaltung zum 100. Geburtstag, das heutige Theodor Heuss Museum in städtischer Trägerschaft entwickelte.

Am 5. August 2000 öffnete das Museum mit neuer Konzeption und zeitgemäßer Gestaltung seine Türen für die Öffentlichkeit. Seither haben sich 17 292 Besucherinnen und Besucher die multimediale Ausstellung angesehen. Etwa die Hälfte dieser Besuche kam mit einer der 305 Gruppen von bis zu 60 Personen, die gerne das Angebot einer Führung wahrnehmen. Das museumspädagogische Erwachsenenprogramm mit Geburtstagsführungen, Seminartagen und Vorträgen wird gut wahrgenommen.

Seit Herbst 2002 hat das Angebot für Kinder und Jugendliche ein neues Herzstück: mit „Museum macht Schule“ hat Museumsleiterin und Pädagogin Susanne Blach ein alters -und schultypbezogenes Bausteinangebot entwickelt, das in Verknüpfung mit Theodor Heuss geschichtliche und demokratische Inhalte vermittelt. 25 Schulklassen haben das Museum inzwischen besucht, den weitesten Weg hatte eine 9. Klasse der Bundespräsident Theodor-Heuss-Schule aus Homberg/Efze aus der Gegend von Kassel.

Die ständige Ausstellung wird regelmäßig durch thematische Sonderausstellungen ergänzt, in diesem Jahr waren in geschichtlicher Verknüpfung mit Theodor Heuss im Seminarraum des Museums bereits Orden und Briefmarken zu sehen. Ebenfalls im Seminarraum geben sich regelmäßig ein Mal monatlich Hochzeitspaare vor dem Standesbeamten ihr Ja-Wort, bereits 104 Paare haben sich im Theodor Heuss Museum getraut.

Auch während des Stops der Tour de Ländle des SWR am 4. August in Brackenheim stand das Theodor Heuss Museum auf dem Programm. Am heißen Montagvormittag erlebten 90 Radlerinnen und Radler mit „Heuss in fünf Minuten“ eine kurzweilige Express-Führung.

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Zeit seines Lebens, auch als (Alt)Bundespräsident hielt der zeichnerisch begabte Theodor Heuss stets seine Eindrücke des jeweiligen Reiselandes fest. Passend zum diesjährigen Thema "Historische Sakralbauten" am Tag des Offenen Denkmals kommt bei unserer etwa halbstündigen Sonderführung Theodor Heuss in Text und Bild mit "Kirchen-Klöster-Tempel" zu Wort. Auf die Spuren von Theodor Heuss und seinen Wanderungen mit Stift und Feder geht mit Ihnen am Sonntag, 09.09.2007, 11:30 Uhr im Theodor Heuss Museum der Stadt Brackenheim Museumsleiterin Susanne Blach. Das Museum im denkmalgeschützten historischen Obertorhaus hat wie immer an Sonntagen von 11-17 Uhr geöffnet.