Mit
Briefmarken durch das Leben von Theodor Heuss
Briefmarken sind Sammelobjekte, kulturelle
und historische Zeugnisse, wertvoll oder auch mal nur schön
anzusehen – und sie können ein ganzes Leben dokumentieren
wie die thematische Schau „Theodor Heuss – Mensch,
Zeit und Werk“, die Bürgermeister Rolf Kieser im Seminarraum
des Theodor Heuss Museums eröffnete.
Zusammengestellt hat die detailreiche und vielseitige Sonderausstellung
Hans-Jürgen Pape vom Briefmarkensammelverein Rotenburg/Wümme
in Niedersachsen. Auf 32 Tafeln ist in acht Abschnitten Leben
und Werk von Theodor Heuss anschaulich dokumentiert.
Stationen sind Kindheit, Jugend und Studium; die Zeit als Redakteur
in Berlin und Heilbronn; Weimarer Republik, Nationalsozialismus
und demokratischer Wiederaufbau sind neben den beiden Amtsperioden
und dem bewegten Ruhestand des ersten Präsidenten der Bundesrepublik
Deutschland Stationen in der Ausstellung.
Karten und Briefe, Zeitungsausschnitte, Cartoons und Fotos mit
Originalunterschriften von Politikerpersönlichkeiten wie
Carlo Schmid und Thomas Dehler ergänzen die vielzähligen
Briefmarken und zeigen aus unterschiedlichen Blickwinkeln das
persönlich und zeitgeschichtlich interessante Leben von Theodor
Heuss.
Hans-Jürgen Pape begeistert sich schon seit Jahrzehnten
für Briefmarken. „1982 ist ein Block mit den Bundespräsidenten
herausgekommen – da hatte ich die Idee, über Heuss
eine Sammlung aufzubauen.“ Nach mehrjähriger Beschäftigung
mit der Persönlichkeit Theodor Heuss ist seine Hochachtung
für diesen Menschen stetig gewachsen.
Dabei gestaltete sich die Suche nach Literatur zu Beginn eher
schwer, seine beste Fundquelle wurde das Brackenheimer Theodor
Heuss Museum. Immer wieder kam der Niedersachse Pape mit seinem
Wohnmobil ins württembergische Brackenheim und holte sich
Anregung und Unterstützung. Über zwei Jahre arbeitete
der Philatelist an den Tafeln. Dabei entwickelte sich Hans-Jürgen
Pape, so Museumschefin Susanne Blach, zum absoluten Heuss-Kenner.
Die Sonderausstellung ist bis zum 20. Juli während der Öffnungszeiten
des Theodor Heuss Museums zu sehen. Hans-Jürgen Pape wird
an Himmelfahrt und dem darauf folgenden Wochenende vor Ort sein.
Der Eintritt zur Sonderausstellung ist frei. |