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Medieninfo 5.8.2003
Erfolg mit Multimedia:
Drei Jahre Theodor Heuss Museum

Das Theodor Heuss Museum feiert in diesem Jahr sein dreijähriges Bestehen. Über 17.000 Besucher fanden seit der Eröffnung den Weg in die Obertorstraße nach Brackenheim, um die vielfältige Persönlichkeit des Politikers, Staatsmannes, Journalisten, Literaten und ersten Präsidenten der Bundesrepublik zu erleben.

Genaugenommen handelte es sich bei der Eröffnung im August des Jahres 2000 um eine Wiedereröffnung. Denn bereits seit 1968 hat es sich die Stadt Brackenheim zur Aufgabe gemacht, mit einer Gedenkstätte das Andenken und die Leistungen ihres großen Sohnes und Ehrenbürgers zu würdigen. Der Heilbronner Grafiker Peer Friedel und der Baden Badener Filmemacher Horst Brandenburg entwickelten zur Modernisierung eine neue Ausstellungskonzeption, die durch ihre Multimedialität auch in Jahren noch aktuell wirkt.

Am 5. August 2000 war es dann soweit: im Beisein der Familie von Theodor Heuss, öffnete das erste Museum zu Theodor Heuss in dessen Geburtsstadt seine Tore für die Besucherinnen und Besucher.

Zugkraft
Seit der Eröffnung hat sich das Museum im kulturellen Leben der Region Heilbronn-Franken fest etabliert. Doch die Zugkraft des Museums reicht weiter. Besucherumfragen zeigen, daß das Museum Besucher aus dem ganzen südwestdeutschen Raum anlockt. Über 17.000 Besucher und über 300 Besuchergruppen fanden bereits in die Obertorstraße um dem Leben von Theodor Heuss nachzuspüren. Die bisher prominentesten Gäste: am 17. März 2001 wurde der amtierende Bundespräsident Johannes Rau im Museum begrüßt. Sein Vorgänger Roman Herzog stattete dem Museum am 19. Juni 2002 einen Besuch ab.

Lebendiges Museum
Stadt und Bürger Brackenheims identifizieren sich mit „ihrem“ Museum, und machen es dadurch zu einem lebendigen Museum. Neben den regelmäßigen Lesungen und Vorträgen im Museum nutzt die Stadt Brackenheim das Museum seit 2001 auch für offizielle Empfänge. Dem Auftrag, auch der jüngeren Generation Leben und Werk des ersten Bundespräsidenten nahezubringen, wird das Museum durch Veranstaltungen für Kinder und Jugendliche gerecht. Mit der Bausteinreihe „Museum macht Schule“ bietet Erziehungswissenschaftlerin und Museumsleiterin Susanne Blach Schulklassen unterschiedlichen Alters einen zeitgemäßen Zugang zum Museum und der Persönlichkeit und Werk von Theodor Heuss. Zu den Höhepunkten zählen auch die Veranstaltungen der Museumsferienwochen, die jedes Jahr in den Sommerferien stattfinden. Auch das innige Verhältnis des Ehepaars Heuss hat vielen jungen Paaren bereits Glück gebracht, die in den Räumen des Museums den Bund fürs Leben geschlossen haben. Über 100 Trauungen fanden bereits statt.

Ausstellungskonzeption
Die vielbeachtete Konzeption zeigt die Persönlichkeit von Theodor Heuss in all ihren Facetten. Die Ausstellung setzt hierbei drei thematische Schwerpunkte: Im Untergeschoss informieren Wandtafeln und ein Dokumentarfilm über den „Boden“ auf dem sich die Person Theodor Heuss entwickelt hat. Im Mittelpunkt stehen Heuss´ Kindheit sowie seine Brackenheimer Wurzeln.

Der zweite Schwerpunkt widmet sich der autobiographischen Selbstdarstellung des berühmten Brackenheimers. Wandtafeln und ein Film lassen Theodor Heuss selbst zu Wort kommen. Heuss schildert den Besuchern die Marksteine seines Lebens: seine Jugend in Heilbronn, die ersten Berufserfahrungen, seine Begegnung mit Elly Knapp sowie sein politisches Wirken bis hin zur den Ereignissen während der Weimarer Republik und dem aufkommenden Nationalsozialismus.

Im Zentrum des dritten Themenschwerpunkts steht die Zeit während und nach dem Nationalsozialismus. Theodor Heuss ist von den Nationalsozialisten mit Rede- und Schreibverbot belegt, seine Frau Elly Heuss-Knapp hält die Familie finanziell über Wasser. Der dritte Dokumentarfilm ist Theodor Heuss als erstem Präsidenten der Bundesrepublik Deutschland gewidmet. Nachfolger im Amt , Walter Scheel, Richard von Weizsäcker und Roman Herzog, würdigen die Rolle von Theodor Heuss in der neu gegründeten Bundesrepublik, als einer der ersten und wichtigsten Identifikationsfiguren der jungen Demokratie.
Ansprechpartner für die Presse:
Susanne Blach
Fon 07135-930294
Fax 07135-930295
E-Mail info@theodor-heuss-museum.de