| Theodor Heuss
und Brackenheim –
Liebevolle Wärme
Mit Stolz und Dankbarkeit kann Brackenheim daran erinnern, der
Geburtsort des ersten Präsidenten der Bundesrepublik Deutschland
zu sein – ist sein Leben und Wirken doch ein unverzichtbarer
Beitrag zur demokratischen Entwicklung Deutschlands.
Geboren wurde Theodor Heuss am 31. Januar 1884 in Brackenheim,
als jüngster von drei Söhnen des Straßenbaumeisters
Louis Heuss und seiner Ehefrau Elisabeth. Die Familie bewohnte
damals den ersten Stock des sogenannten Meehschen Hauses in unmittelbarer
Nähe des Brackenheimer Schlosses.
Viel später, schon als Bundespräsident, gab Theodor
Heuss ausdrücklich seine Zustimmung zum Abriss dieses Gebäudes
– an dessen Stelle eine neue Kelter treten sollte - mit
den Worten: „Reißt das alte Haus nur ab, eine Stätte
zur Pflege des Weines erscheint mir wichtiger als romantischer
Ruhm auf Vorrat.“
Zeit seines Lebens war die Beziehung Theodor Heuss' zu Brackenheim
geprägt von bemerkenswerter und liebevoller Wärme. Diese
währt ein ganzes Leben und Theodor Heuss bezieht sich in
jeder Lebensphase auf "sein" Brackenheim: für die
Kinderzeit in seinen Jugenderinnerungen "Vorspiele des Lebens";
im schriftstellerischen Pseudonym "Thomas Brackheim"
während der Zeit der nationalsozialistischen Diktatur; mit
den Besuchen in seiner Heimatstadt, allen voran demjenigen zur
Entgegennahme der Ehrenbürgerschaft der Stadt Brackenheim
am 2. Oktober 1949. |