Zeitleiste 1934 - 1963

Bismarck: »Wir Deutschen fürchten Gott, aber sonst nichts auf der Welt«. Thronbesteigung Wilhelm II.
Entlassung Bismarcks; Nichterneuerung des
Neutralitätsabkommens zwischen Russland
und Deutschland.
Gesetz zur Vergrößerung der
deutschen Kriegsflotte.
Zunahme kolonialer Aktivitäten.

Berlin um 1900.
Interview Wilhelm II. im »Daily
Telegraph«, starke öffentliche Kritik am »persönlichen Regiment« Wilhelms II. Bethmann Hollweg wird
Nachfolger von Bülows als Reichskanzler.
Deutsche Drohgebärde gegenüber französischer Kolonialpolitik in Marokko. Kanonenboot »Panther« vor Agadir. Diplomatische Niederlage Deutschlands.
Reichtagswahl;
Sozialdemokraten stärkste
Partei.
Weitere Aufrüstung vor dem
Hintergrund zunehmender
außenpolitischer Spannungen.
Ermordung des österreichischen Thronfolgerpaares in Sarajewo. Vollmobilmachung in Russland, deutsche Kriegserklärung an Russland, deutsche Kriegserklärung an Frankreich. Beginn I. Weltkrieg.
Innenpolitischer »Burgfrieden«, dann Spaltung der Sozialdemokraten in Gegner (USPD) und Befürworter der Kriegskredite. Politische Polarisierung zwischen Oberster Heeresleitung (Ludendorf), Sozialdemokraten, Bürgerlichen, Rechts und Links.
Max von Baden Reichskanzler. Verfassungsreform, Flottenmeuterei, Kieler Matrosenaufstand. Revolution in München und Berlin. Rücktritt Wilhelm II.; Scheidemann (SPD) ruft Republik aus. Waffenstillstand, Unruhen, Streiks. Republik setzt sich gegen revolutionäre Arbeiter- und Soldatenräte durch. Beschluss einer konstituierenden Nationalversammlung.
Wahlen zur Nationalversammlung (Erfolg für SPD, Demokraten und Zentrum). Zusammentritt im Februar. Ebert Reichspräsident, Scheidemann Kanzler. Radikale Unruhen in Berlin und München. Versailler Friedensvertrag (Gebietsverluste, weitgehende Entmilitarisierung, enorme Reparationsverpflichtungen für Deutschland). Mit Unterzeichnung der Weimarer Verfassung durch den Reichspräsidenten wird Deutschland parla- mentarische Demokratie.
Rechter Kapp-Putsch gegen Weimarer Republik erfolglos. Kommunistische Unruhen im Ruhrgebiet. Reichtagsneuwahlen; Radikaliserung; Verluste der Gemäßigten. Gründung der NSDAP.
Rechtsradikale
ermorden Erzberger.
Deutsch-Russischer Vertrag Rapallo (Teilerfolg Rathenaus gegen Versailler Auflagen). Ermordung Rathenaus. Beginn der Inflation.
Frankreich besetzt Ruhrgebiet, Ruhrkampf. Regierung Stresemann aus DVP, Zentrum, Demokraten und SPD; innenpoltische und wirtschaftliche Krisen (Inflation). Ausnahmezustand im Reichsgebiet. Regierung per Verordnung. Erfolgloser Hitlerputsch, Verbot von KPD und NSDAP. Rücktritt Regierung Stresemann.
Im Mai und Dezember
Reichstagswahlen.
Tod Eberts; Hindenburg Reichspräsident. Vertrag von Locarno (deutscher Verzicht auf Elsaß-Lothringen, Entmilitarisierung der Rheingrenze und Friedensgarantien zwischen Deutschland, Frankreich und Belgien).
Reichstagswahlen; Stimmenzuwachs für SPD und KPD. Rechter Hugenberg Chef der Deutschnationalen. Arbeitslosigkeit; Staatsüberschuldung.
Kommunistische Unruhen in Berlin, Aufschwung der Nationalsozialisten. Tod Stresemanns. Staatsdefizit.
Kabinett Brüning (Zentrum), bürgerlich-konservative Koalition. Regierung per Notverordnung. Auflösung des Reichstags nach Beschluss zur Aufhebung der Notverordnung. Reichstagswahl mit Erdrutschsieg für Nationalsozialisten. Minderheitsregierung Brüning. Propagandawelle Hitlers. 4,4 Millionen Arbeitslose. Staatsdefizit.
Wirtschafts- und Finanzkrise. Auszug der NSDAP und der Deutsch-Nationalen aus dem Reichstag. Rechtsradikale. »Harzburger Front« gegen linke »Eiserne Front«. 5,66 Millionen Arbeitslose.
Wirtschafts- und Finanzkrise. Über 6 Millionen Arbeitslose. Hindenburg Reichspräsident. SA und SS verboten. »Kabinett der nationalen Konzentration« Franz von Papens ohne parlamentarische Verankerung. Wiederzulassung von SA und SS. Reichstagswahlen im Juli und im November, Schleicher Reichskanzler.
Hitler Reichskanzler, Reichstagsbrand durch Nazis. Verbot kommunistischer und sozialdemokratischer Presse, Verhaftungswelle. Reichstagswahl im März, rechte Mehrheit mit 52 %. Goebbels Propagandaminister.

Ermächtigungsgesetz zur Ausschaltung des Parlaments. Boykott jüdischer Geschäfte, Juden dürfen nicht Beamte werden. Aufhebung der Gewerkschaften, Selbstauflösung der Parteien unter Druck, Verbot der SPD.

NSDAP einzige Partei, Konkordat zwischen Reich und Kurie. Gleichschaltung von Kultur und Presse. Reichstagswahl im November, NSDAP 92 %.
Erste Konzentrationslager, Diktatur.
Theodor Heuss –
Politiker und Staatsmann, Journalist und Literat

Zeitleiste 1884 - 1933
Geburt 31. Januar
in Brackenheim.
Umzug nach Heilbronn.
Eintritt in das
Karlsgymnasium,
Heilbronn.

Das Karlsgymnasium in Heilbronn.
Abitur, Besuch des nationalsozialen Parteitags in Hannover. Erste Veröffentlichungen in »Die Hilfe« (Herausgeber: Friedrich Naumann),»Neckar-Zeitung« Heilbronn. Beginn des Studiums der Nationalökonomie in München.
Studium in Berlin.
Tod des Vaters.
Studium in München.
Dissertation in München. Erneuter Umzug nach Berlin; Redaktionsmitglied bei »Die Hilfe«; Bekanntschaft mit Elly Knapp.

Elly Knapp und Theodor Heuss 1905/06.
Hochzeit in Straßburg mit Elly Knapp,
Tochter des Straßburger Nationalökonomen Georg Friedrich Knapp.
5. August: Geburt des Sohnes Ernst Ludwig.
Übernahme der Chefredaktion der »Neckarzeitung« in
Heilbronn; Umzug nach Heilbronn.
Erfolglose Kandidatur für den Württembergischen Landtag.
Übernahme der Redaktion
der Zeitschrift »März«.

Familie Heuss, 1912.
Teilnahme an der Tagung auf Burg Lauenstein.
Beginn der Freundschaft mit dem Architekten Hans Poelzig.
Eintritt in die Geschäftsführung des Deutschen Werkbundes in Berlin. Übernahme der Redaktion der Zeitschrift »Deutsche Politik« (bis 1922).
Reisen nach Istanbul, Kopenhagen und Wien.
Vergebliche Kandidatur zur National versammlung.
Wahl als Bezirksverordneter in Berlin.
Tod Friedrich Naumanns.
Übernahme einer Dozentur an der
»Deutschen Hochschule für Politik«
in Berlin.
Übernahme der Redaktion der Zeit-
schrift »Die Deutsche Nation« (bis 1926).
Wahl in den Deutschen Reichstag
als DDP-Abgeordneter, Mitglied des
Vorstandes des Deutschen Werkbundes.
Verlust des Reichtagsmandats.
Rückkehr in den Reichstag als
Abgeordneter der Deutschen Staatspartei.
Erscheinen des Buches »Hitlers Weg«.
Mai: Reichstagsdebatte zur Außenpolitik mit Hermann
Göring und Josef Goebbels.
Anfang November: Verlust des Mandates bei der Reichstagswahl.
Heuss übernimmt die Herausgabe
von »Die Hilfe«.
März: Rückkehr in den Reichstag als
Abgeordneter der Deutschen.
Staatspartei. Entscheidung über das
Ermächtigungsgesetz.
Mai: Verlust der Dozentur an der
Deutschen Hochschule für Politik
Juli: Aberkennung des
Reichtagsmandates.