Zeitleiste 1884 - 1933
Himmler Gestapo-Chef. Ermordung Röhms, Strassers, Schleichers durch Gestapo. Tod Hindenburgs, Vereinigung der Ämter Reichskanzler und Reichspräsident per Ermächtigungsgesetz. Vereidigung der Wehrmacht auf den »Führer«. Volksbefragung bestätigt Hitlers Politik zu 90 % (96 % Beteiligung).
Rückgliederung des Saargebietes, Wiedereinführung der allgemeinen Wehrpflicht, antisemitische »Nürnberger Gesetze« mit Verbot jüdisch-deutscher Ehen, »Ariernachweis« für öffentliche Anstellung, Legalisierung der Diffamierung von Juden.
Kündigung des Locarno Vertrages, Remilitarisierung des Rheinlandes. Reichstagswahl, 99 % für Hitler. Reichsparteitag in Nürnberg mit scharfer antibolschewistischer Tendenz, Vierjahresplan/ Aufrüstung.
Anschluss Österreichs, Einmarsch in das Sudetenland. Goebbels organisiert Terror gegen Juden (»Kristallnacht«), Synagogenbrände, Zerstörung jüdischer Geschäfte, Ausschaltung der Juden aus dem Wirtschaftsleben.
Einmarsch in Böhmen-Mähren, Deutscher Angriff auf Polen. Beginn II. Weltkrieg. Eisers Attentat auf Hitler, 20000 Menschen in Konzentrationslagern, Aussiedlungs- und Zwangsarbeitsaktionen gegen Juden, auch auf polnischem Gebiet.
»Euthanasiegesetz« zur Vernichtung unheilbar Geisteskranker.
Befehl zur »Endlösung der Judenfrage«. Umfassende Aussiedlungs-, Zwangsarbeits- und Vernichtungsaktionen auch gegen nichtdeutsche Juden, Sinti und Roma
»Wannseekonferenz«, Beginn systematischer antisemitischer Aussiedlungsmaßnahmen und des planmäßigen Massenmordes an 6 Millionen Juden.
Februar: Deutsche Niederlage von Stalingrad, Aufstand im Warschauer Ghetto mit 50000 jüdischen Opfern, systematische Judenverfolgung und Verfolgung von Sinti und Roma in allen besetzten Gebieten.
Graf Stauffenbergs Attentat auf Hitler, Niederschlagung des Aufstands von Wehrmachtsoffizieren, Schauprozesse des Volksgerichtshofes, hunderte von Hinrichtungen durch Strang und Beil. 520000 Menschen in Konzentrationslagern.
Mai: bedingungslose Kapitulation des »Dritten Reiches«.
Theodor Heuss –
Politiker und Staatsmann, Journalist und Literat

Zeitleiste 1934 - 1963
 
Oktober 1936: Schreibverbot.
Ausscheidung aus Redaktion und
Herausgabe von "Die Hilfe".
Biographie über Friedrich Naumann.
Erscheinen der
Hans Poelzig Biographie.
Robert Bosch bittet Heuss,
eine Biographie über ihn
zu schreiben.
Herbst: Umzug
nach Heidelberg-Handschuhsheim.
5. September: Heuss wird Lizenzträger der
"Rhein-Neckar-Zeitung" in Heidelberg.
24. September: Heuss wird
"Kultminister des Landes
Württemberg-Baden" und übersiedelt
nach Stuttgart.
6. Januar: Gründung der DVP für Württemberg-Baden
in Stuttgart.
Juni: Heuss Mitglied der Verfassungsgebenden Versammlung des Landes.
Dezember: Mitglied des Landtages, freiwilliger Verzicht
auf Ministeramt.
September: Vorsitzender der DVP der US-Zone.
Erscheinen der Bosch-Biographie.
März: Vorsitzender der Demokratischen Partei Deutschlands (zusammen mit Wilhelm Külz).
Honorar-Professur für politische Wissenschaft an der
Technischen Hochschule Stuttgart
(Ernennung Anfang 1948).
September: Abgeordneter des Parlamentarischen Rates in Bonn.
Dezember: Vorsitzender der in Heppenheim gegründeten Freien Demokratischen Partei. Erscheinen von »1948-Werk und Erbe«.
Juni: Bestätigung als Bundesvorsitzender der FDP durch den Bundesparteitag in Bremen.
August: Wahl zum Bundestagsabgeordneten in Bonn.
September: Wahl zum Bundespräsidenten durch die Bundesversammlung in Bonn, Verzicht auf den Bundesvorsitz der FDP.
Oktober: Beginn der »Staatsbesuche« in den Bundesländern.
Anforderung eines Gutachtens zum EVG-Vertrag beim Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe.
19. Juli: Elly Heuss-Knapp stirbt.
Erscheinen der Jugend erinnerungen
»Vorspiele des Lebens«.
17. Juli 1954: Wiederwahl als Bundespräsident durch die Bundesversammlung in Berlin.
 
Griechisches Königspaar auf Staatsbesuch in Bonn.
Staatsbesuch in Athen.
Staatsbesuche in der Türkei
und in Italien.
Staatsbesuche in der USA
und in Großbritannien.
12. September: Heuss scheidet aus dem Amt, danach
Umzug nach Stuttgart.
11. Oktober: Friedenspreis des Deutschen Buchhandels in Frankfurt/Main.
Israelreise,
Indienreise.

Drei Generationen Heuss.
Erscheinen der »Erinnerungen 1905-1933«.
12. Dezember: Theodor Heuss
stirbt in Stuttgart, Beisetzung mit Staatsbegräbnis in Stuttgart.